Administration
 
Bestehende Horste wurde ergänzt und neue Fliegerhorste entstanden

Ausbau und Verwendung der Fliegerhorste [42]

 

Schon bald nach der Besetzung Österreichs liefen Arbeiten zur Vermehrung der hier gelegenen Fiegerhorste und Flugfelder an. Im Bereich des Flughafens Wien-Aspern entstanden die Horste Schwechat, Zwölfaxing, Tulln und Krems (Fels am Wagram); im Bereich von Wr. Neustadt Kottingbrunn, Trausdorf und Markersdorf sowie im Bereich von Wels die Horste Hörsching und Raffelding (Eferding).

 

Neben den Fliegerhorsten sollten mindestens zwölf Einsatzhäfen und vier Feldflugplätze in den Räumen Linz-Wels-Steyr, St. Pölten-Stockerau-Krems (auch nördlich der Donau), Wien-Wr. Neustadt-Neusiedler See (auch nördlich der Donau) und Graz-Leibniz-Fürstenfeld-Oberwarth sofort erkundet und angelegt werden.

 

 

 

Typischer Aufbau eines Fliegerhorstes 1938

 

 

Für den Ausbau der Fliegerhorste in Österreich gab es drei Dringlichkeitsstufen. Mit der Stufe la wurde der Ausbau bzw. Neubau der Horste Wr. Neustadt, Wels, Kottingbrunn, Langenlebarn, Markersdorf, Hörsching, Zwölfaxing, Schwechat und Eisenstadt angeordnet. Mit den Dringlichkeitsstufen Ib und II war daneben auch die Bearbeitung der Rollfelder aller bestehenden Fliegerhorste sofort in Angriff zu nehmen. Bis zum 1. Oktober 1940 sollten selbst die Bauten der letzten Dringlichkeitsstufe fertiggestellt und damit die Bodenorganisation in Österreich den damaligen Verhältnissen im Reichsgebiet angeglichen sein.

 

Schon im Herbst 1938 (Sudetenkrise) verlegten die Verbände auf Feldflugplätze nördlich der Donau.