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Von der Kegelbahn zur neuen Kasernenkapelle St. Michael

Die St. Michaels Kapelle am Fliegerhorst Vogler [3, 12, 22]

 

 

Für den oberflächlichen Besucher mag erstraunlich wirken, wie eine Kapelle in einen Kasernenbau der 40er Jahre Einzug halten konnte - bei näherer Betrachtung der Umstände damals und heute, wird die Entwicklung transparenter.

 

Die Erbauer des Fliegerhorstes Vogler hatten schon damals an eine Gelegenheit für die Freizeitgestaltung seiner Soldaten gedacht und eine Kegelbahn mit Kuppeldach - nach den damaligen Verhältnissen - überaus modern errichtet.

 

 

 

Ursprünglich als Kegelbahn für Luftwaffensoldaten errichtet [28]

 

 

 

Typische Kegelbahn 1945 - Symbolbild

 

 

 

 

Verwendung als Chapel in der amerikanischen Besatzungszeit [3]

 

Während der Zeit der amerikanischen Besatzung am Fliegerhorst vom 05.05.1945 - 30.06.1955 wurde die Kegelbahn bereits als "Chapel", als Kapelle genutzt. 

 

 

 

Auszug Kasernenplan Camp McCauley 1950

 

 

Die Kapelle (Chapel) wurde sowohl von Katholiken und Protestanten genutzt. Die Dauer der Einsätze als Prister bzw. Pastor (US Chaplain) hing von der Notwendigkeit einer eventuellen anderwertigen Verwendung und dem persönlichen Wollen des Geistlichen ab. 1946 wurden bereits Gottesdienste abgehalten. Chaplain Thurston (Catholoic) und Chaplain Post (Protestant) hielten jeweils am Vormittag eine Messe ab. Abends wurden sogar Bibelstunden angeboten. 1950 fand täglich um 0800 Uhr ein katholischer Gottesdienst durch Chaplain Capt. Henry L. Durand und um 1100 Uhr ein protestantischer Gottesdienst durch Chaplain Mjr. Robert M. Mayfield statt.

 

 

 

 

1951 waren schon drei Religionsgemeinschaften mit Chaplains am Fliegerhorst eingesetzt. Zu den bereits bestehenden katholischen und protestantischen Chaplains kam noch ein Chaplain der Episcopal-Kirche (Episkopalkirche (von gr./lat. episcopalis, "bischöflich") ist eine Konfessionsbezeichnung innerhalb der christlichen Ökumene. Sie kennzeichnet Kirchen, die nicht römisch-katholisch sind, jedoch im Gegensatz zu den evangelischen Kirchen lutherischer und reformierter Prägung das historische dreigliedrige Amt (Bischof, Priester, Diakon) in der Kontinuität der Apostolischen Sukzession bewahrt haben und dieses für ihr Selbstverständnis als wesentlich ansehen. Episkopalkirchen nehmen damit, auch in Liturgie und Lehre, eine Mittelstellung zwischen Katholizismus und Protestantismus ein. Quelle: [08]). Die Zeiten der Gottesdienste wurden nun genau eingeteilt. 0700 Uhr Protestanten, 0830 Katholiken und 1000 Uhr Episcopal. Als Chaplains eingesetzt waren: Protestanten Mjr Robert B. Mayfield, Katholiken Father Niterl und Chaplain Thomas Stark, OCD - Capt. Bernard K. McDonald und Father DeVault S.J. (letzterer zuständig für das 124th Station Hospital Linz (ehem. Frauenklinik).

 

1952 stieg die Anzahl der Gottesdienste, aber auch die Anzahl der Orte. So wurde um 1000 Uhr in der Kapelle am Fliegerhorst und um 1115 Uhr in der Holzbarackenkirche am Bindermichl (dort waren sehr viele US-Amerikaner und deren Familien wohnhaft) durch Chaplain Mjr. Milo A. Guild abgehalten. Der katholische Prister Capt. Thomas F. Carey hatte da mehr Gottesdienste zu halten. So 0900 Uhr am fliegerhorst, um 1015 Uhr im QM Depot in Wels und um 1215 Uhr in der Barackenkirche am Bindermichl. Die Ankündigungen der Gottesdienste wurde täglich in der "Unofficial Publication of the U.S. Armed Forces in Europa" THE STARS AND STRIPES abgedruckt.

 

    

 

Chaplain Capt. Henry L. Durand, Chaplain Capt. Thomas F. Carey und Chaplain Thomas Stark

 

 

 

 

 

 

Blick innerhalb der Kapelle bei einem Trauergottesdienst am 30.12.1954

 

 

 

 

Angehörige der US Forces vor der amerikanischen Kapelle [18]

 

 

Im Hintergrund auch noch ersichtlich der alte Weg, welcher direkt von der Kapelle zum Parkplatz der StbKp und zur Hauptstraße führte. Dieser musste allerdings in der Neuzeit der Neugestaltung des Fliegerhorstes weichen.

 

 

 

 

Nutzung durch das Bundesheer der 2. Republik [3]

 

Nach Abzug der Amerikaner im Juli 1955 begann das Objekt allmählich zu verfallen. Das Bundesheer der zweiten Republik dachte aber auch hier bereits an Freizeitgestaltung - aber aufgrund des zivilen Überangebotes mehr an eine "in geistig-religiöser" Hinsicht. 

 

 

MilKurat Prof. Franz Gruber ist am 15.10.1956 freiwillig zum Bundesheer eingerückt. Er wurde gemeinsam mit 9 anderen Militärseelsorgern in Dienst genommen und beim ehemaligen Gruppenkommando I in Wien dienstverwendet. Nicht ganz ein Jahr später, beginnend mit 01.06.1957 wurde er als Militärpfarrer beim Kommando Luftstreitkräfte eingesetzt. Somit war er auch für die Seelsorge am Fliegerhorst zuständig. Mit Wirkung 05.04.1960 wurde er dann Militärpfarrer der 4. Brigarde in Hörsching.


Militärgeneralvikar Prälat Prof. Franz Gruber, ehemals Militärpfarrer in Oberösterreich ist am 27. November 2009 verstorben. Er war von 1950 bis 1956 - seinem Eintritt als Militärpfarrer - Domvikar im Wiener Stefansdom.

 

 

Msgr. MilDekan Josef Schörghofer, welcher von 1958 bis 1979 in Oberösterreicher als katholischer Militärpfarrer im Einsatz war, "sakralisierte" das einst wenig genutzte und vereinsamte Objekt der ehemaliger "deutschen Freizeitbetreuung" und über 20 Jahre hindurch bildete diese mit viel Mühe und Liebe hergerichtete Kasernenkapelle einen Begegnungsort für Euacharestiefeiern und ethnischen Unterricht für Soldaten und deren Angehörigen.


Kons.-Rat Msgr. Josef Schörghofer, Militärdekan, Militärpfarrer  für Oberösterreich, wurde mit 1. April 1979 an die Militär-Dekanatspfarre  in Salzburg beim Korpskommando ll versetzt. Er ist am 21.03.2009 verstorben.

 

Mitte der 80er Jahre begann der Zahn der Zeit am Gebäude zu nagen und ein findiger Truppenkommandant hatte alsbald die Idee, die nur mehr wenig benutzte Kapelle wieder in das ursprüngliche Freizeitzentrum umzuwandeln. Ein Schrei der Entrüstung wogte durch den Fliegerhorst, drand in die zivile Öffnetlichkeit und erreichte auch das Ohr der vorgesetzten militärischen und kirchlichen Stellen.

 

 

 

 

Kapelle vor dem Umbau 1998

 

 

 

 

 

Eine moderne Militärkapelle entsteht am Fliegerhorst Vogler [3]

 

 

Es war Msgr. MilDekan Konrad Waldhör, seit 1979 katholischer Militärpfarrer beim MilKdo OÖ, welcher gemeinsam mit dem OÖ MilKdt Divisionär Mag. Helmut Kreuzhuber den Aufschrei hörten und sofort zu handeln begannen. In besonderer Weise war und ist es der Verdienst von Konrad Waldhör, der in nimmermüder Art es verstanden hat, das Revitalisierungsprojekt nicht nur am Leben zu erhalten, sondern dieses auch mit Kunstverstand und Sinn zu verfeinern. Der Sitz der kath. Militärpfarre zu dieser Zeit war die Kaserne Ebelsberg.

 

So ist es ihm gelungen den bekannten Offizier und Künstler Brigadier Gunther Steinböck zu überreden, seine Schaffenskraft auf die Gestaltung des Altars, des Kreuzes und der Leuchter, sowie auch die bleiverglasten Fenster der Kapelle durch die Darstellung der 4 Kardinalstugenden - WEISHEIT/KLUGHEIT - GERECHTIGKEIT - TAPFERKEIT - MÄSZIGKEIT hinzuwenden. Die Herstellung erfolgte schlußendlich in der Stiftsmalerei Stift Schlierbach. 

 

       

 

Temperantia - Fortitudo - Justitia - Prudentia

Die kunstvoll gestalteten Fenster der St. Michaelskapelle

 

 

 

 

 

Die schaffenden Künstler [3]

 

Brigadier Gunther Steinböck war langjähriger Kommandant des PzGrenB 13 in Ried im Innkreis. 1983 übernahm er das neu aufgestellte Landwehrstammregiment 44 in Kirchdorf an der Krems als Kommandant. In einem Interview aus dem Jahre 1998 stellte er seine Verbindung zur Musik und zur Kunst wie folgt dar. Vertreter der Wiener Schule wie FUCHS, HAUSER, KLIMT, KOKOSCHKA und SCHIELE wurden ihm in der Oberstufe des Realgymnasium im 16. Bezirk in Wien derart präsentiert, sodass er jeden zweiten Sonntag im kunsthistorischen Museum in Wien zu Besuch war und die großen Meister studierte. Die Inspiration zu starker Farbgebung sei ihm erhalten geblieben.

 

Er schuf in der St. Michaelskapelle aber nicht nur die bereits erwähnten Fenster, sondern auch der Ambo (der Tisch der Worte), der Altar, der Kerzeständer, das Kreuz, das Tabernakel (der Aufbewahrungsort der Hostien) und das Weihwasswerbecken. Durch all diese Werke welche dieser Künstler zu Lebzeiten für die St. Michaelskapelle ge- und erschaffen hat, ist er tief mit der Geschichte dieser Kapelle verbunden.


Vizeleutnant Artur Maria Rottensteiner schuf die Entwürfe für den Glasschliff der Tugendsymbole und die Karaffe. Im Innviertel aufgewachsen erhielt er schon bald von seinem Vater den Grundstein für sein zeichnerisches Können. Er lehrte ihm das Sehen und Umsetzen des Gesehenen. Während seiner Lehrzeit als Metallbildhauer kam er mit echten Künstler in Berührung. Bei Prof. Rudolf Reinhard, einem passionierten Metallbildhauer, durfte er dann das Handwerk nicht nur erlernen, sondern wie er selbst sagte - erleben. Seine Militärzeit absolvierte er am Fliegerhorst in Hörsching. Hier hatte er auch Gelegenheit sein Talent bei Prof. Heinz Bruno Gallee zu vervollkommnen.

 

Neben seinen zeichnerischen Fähigkeiten übte er noch eine Tätigkeit als Moderator in der beliebten Sendung "Gsunga ung gespielt" beim ORF aus. Vzlt Rottensteiner verdanken wir stilvolle Impressionen welche viel Freunde bereiten.


Konsulent Vizeleutnant Georg Jirenec führte mit gekonnter Hand die Umsetzung dieser Entwürfe fachmännisch aus. Zwei Künstler schufen so ein bleibendes Kunsterlebnis. Auf feinsten Glas wurden die Tugendsymbole in das Glasschiff und die Karaffe geritzt. Eigentlich wollte er Goldschmid werden, aber wie das Leben so spielt, wurde er nach dem Willen seines Vaters Elektroinstallateur. Seine Begabung schöne Dinge in Form des Glasritzens der Nachwelt zu erhalten kam schon in der Hauptschule zum Vorschein. Angefangen mit Strohbildern und Brandmalereien, steigerte er sein Können bis zur Vollendung des Glasritzens.

 

Auf Grund seiner Liebe zu unserem Heimatbundesland OÖ und der Treue zur Heimatpflege wurde er von Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck zum Konsulent für Volksbildung und Heimatpflege ernannt. Zuletzt war er Angehöriger des Logistikzentrums am Fliegerhorst Hörsching. 


Vizeleutnant Johann Wimmer ist ein geborener Welser. Er erlernte den Beruf eines Mauer und Fliesenlegers. Im Oktober 1966 in Salzburg eingerückt kam er noch im selben Jahr zum Panzerbataillon 14 nach Wels, wo er bis zum 31.12.1994 diente. Er beschäftigte sich seit 1994 nach eigenen Aussagen, intensiv mit den Techniken der Kerb- und Reliefschnitzerei. Die großer Herausforderung, auch "figural" zu Schnitzen nahm er 1997 an. Der Anlass dafür war im familiären Bereich zu suchen - seine Tochter wollte eine geschnitzte Kinderwiege. Nutznießer davon sind die Besucher der neu entstandenen St. Michaelskapelle.

 

Vzlt Wimmer erschuf einen wunderschönen geschnitzen "Erzengel St. Michael", welche voll Stolz die Kapelle ziert. Seine letzte Dienststelle war die Betriebsversorgungstelle in Wels.


 

 

 

 

 

 

 

Warum wurde der Kapelle der Namenspatron St. Michael vorangestellt ? [3]

 

Die Kasernenkapelle wurde dem Heiligen Erzengel St. Michael geweiht. Er ist der Patron der Katholischen Kirche, der Soldaten und vieler anderer Berufsstände. Er gilt als Symbolfigur für das Aufzeigen von Grenzen und die Abwehr des Bösen. Militärisch gesprochen gilt er als Symbolfigur für die Verteidigung gegen alle Feinde und die Verteidigung der materiellen und geistigen Güter. In Oberösterreich sind ihn mit Stand 1999 insgesamt 15 Pfarrkirchen und 5 Filialkirchen geweiht.

 

 

 

Erzengel St. Michael von Vzlt Wimmer

 

 

 

 

Die Resakralisierung der Kasernenkapelle [3]

 

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen ebenerdigen Massivbau mit Längsschiff und südseitigem Zwiebelturm. Es begrenzt westseitig den zum Offizierskasino, heute Cafeteria, gehörenden Innenhof. Der Vorplatz zum Innenhof ist mit Natursteinplatten ausgelegt. Die Durchfahrt von der Straße zum Innenhof wurde mit einem zweiflügeligen Tor abgeschlossen.

 

Durch Initiative von Msgr. MilDekan Konrad Waldhör kam es mit Unterstützung durch

  • die damalige BGV II Linz - Salzburg

  • der Gebäudeverwaltung Hörsching

  • des Militärkommando OÖ

  • dem Militärgeneralvikariat mit Sitz in Wien und

  • dem Baureferat der Diözese Linz unter ihrem Architekten Mag. Ing. Franz Treml

 

zur Neukonzeption und der anschließenden Generalsanierung.

 

Wichtigstes Element der verwirklichten Lösung war die völlige Neugestaltung des Kapelleninnenbereiches. In der Folge wurde sogar eine Neuaufteilung der Räumlichkeiten vorgenommen und das gesamte Objekt samt allen Installationen zeitgemäß modern erneuert. Alle äußeren Unfassungsbauteile sind im ursprünglichen Umfang erhalten geblieben. Die Gewölbe und der Zwiebelturm wurden generalsaniert. Der Haupteingant wurde an die Westseite verlegt. Der Einbau von Sanitärräumen ermöglicht hinkünftig diesen Ort auch als "Veranstaltungs- und Lehrraum" zu nutzen. Das Gebäude wurde an die moderne Fernheizung des Fliegerhorsten angeschlossen und die neue Beleuchtung der Kapelle bring das Gewölbe in seiner Form und Struktur klar zur Geltung. 

 

 

Nachstehende Firmen führten die Generalsanierung aus:

  • Planung und Bauaufsicht: GBVII/GV Hörsching

  • Baumeister: Fa. Illbau, Linz

  • Dachdecker: Fa. Heger, Hartkirchen und Fa. Reinthaler, Prambachkirchen

  • Zimmermeister: Fa. Heger, Hartkirchen

  • Elektroinstallation: Fa. Etech, Linz

  • Heizung- und Wasserinstllation: Fa. Biedermann, Linz

  • Türen und Fenster: Fa. Niederleitner, Pöchlarn

  • Natursteinbelag: Fa. Gringinger, Wels

 

 

Die Montage des Dachkreuzes wurde unter Ausnutzung der Motorkraft eines Hubschraubers der Type AB 204 durchgeführt.

 

 

 

 

Montage des Dachkreuzes mit Hilfes einer AB 204

 

 

 

 

Kapelle nach dem Umbau 1999

 

 

 

 

Ein besonderes Erlebnis - die Kirchweih am Fliegerhorst Vogler [3]

 

Am Vorabend der Weihe, am 12.01.1999 wurde eine Feierstunde "hora mystica" begangen, bei der Frau Professor Getrude Fussenegger eine Erstlesung über die Kardinalstugenden vornahm. Durch den bekannten Musiker, Komponist und Organist Augustinus Franz Kropfreiter wurde mit einem Quartett eine Uraufführung des Klangodes "Die Kardinalstugenden" aufgeführt. Anschließend wurden die wundervoll gestalteten und gefertigten Bilder über die Kardinalstugenden von Herrn Brigadier in Ruhe Gunther Steinböck vorgestellt. 

 

Die generalsanierte und neu gestaltete Kasernenkapelle wurde am 13.01.1999, im Rahmen eines militärischen Festaktes mit anschließender Weihefeier "Triduum Sacrum" (lateinisch für heilige drei Tage), durch Militärbischof Mag. Christian Werner feierlich dem Heiligen St. Michael geweiht. Die Mittel für die Sanierung wurden einerseits durch das BMLV, die BGV II und durch Herrn Militärbischof Mag. Werner zur Verfügung gestellt.

 

Am 14.01.1999 wurde eine Besichtigung für alle Angehörigen des Fliegerhorstes durchgeführt. Im Rahmen dieser offiziellen Besichtigung hatte alle Interessierten die Möglichkeit die neu gestaltete Kasernenkapelle "St. Michael" von innen zu besichtigen und sich von der wunderschönen Ausgestaltung überzeugen.

 

 

   

 

Bischof Christian Werner - A.F. Kropfreiter - Prof. Gertrud Fussenegger

 

 

 

 

 

Eine zeitgemäße Nutzung [3]

 

Die St. Michaelskapelle wird heute absolut zeigemäß genutzt. So hält der katholische Militärseelsorger des Militärkommandos OÖ, Militärkurat Dipl.Ing. Mag. Johannes Rupertsberger, seit der Adventzeit 2007 jeden Dienstag in der Mitte des Tages einen Gottesdienst und gibt Impulse zum geistigen Innehalten und zum Gebet. Das Angebot wird von Woche zu Woche besser angenommen.

 

Das "ökumenische Miteinander" wird im Befehlsbereich 4 sehr groß geschrieben. So nutzt auch die evangelische Militärseelsorge diese Kapelle als Ort der Besinnung und des Glaubens. Ein Geschenk der ev. Militärpfarre zur Kirchweih war unter anderem der Tabernakel. Der evangelische Militärpfarrer Mag. Johannes Dopplinger schrieb in der Festschrift zur Kirchweih folgenden Satz:

 

Diesen einen Gott und Herrn in seiner Größe wahrzunehmen und zu bezeugen, dass ist die Aufgabe des Erzengel Michael und es ist auch UNSERE Aufgabe. Dass dies in dieser Michaelskapelle im ökumenischen Miteinander ab und zu bruchstückhaft geschieht und gelingt, dass schenke uns der eine Gott und Herr.

 

Wie man heute weis, wurden diese Worte erhört. Heute dient die St. Michaelskapelle als Hilfe gegen den Alltagsstress. Alle Soldaten und Soldatinnen und Bediensteten haben jederzeit die Möglichkeit, in der neu renovierten Michaelskapelle am Fliegerhorst Vogler in Hörsching wöchtlich an einer kurzen Besinnung zur Mittagszeit teilzunehmen.