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Kompensierscheibe

Kompensierscheibe [8, 12]

 

Bereits durch die deutsche Luftwaffe wurde eine sogenannte Kompensierscheibe erbaut. Diese ist auch in der heutigen Zeit einsatzbereit und zeigt Besonderheiten. Besonderheit 1 ist die Tatsache, dass die Kompensierscheibe auch heute noch aus "deutsche Eiche" ist und kein einziges Metallteil aufweist. Besonderheit 2 ist, dass dies die einzige militärische genutzte Kompensierscheibe ist, welche in Österreich verfügbar noch ist (während des 2. Weltkrieges gab es noch eine zweite Kompensierscheibe am Flughafen Wr. Neustadt). Das heißt, sogar die Luftfahrzeuge aus anderen militärischen Fliegerhorsten in Österreich  müssen mit ihren Lfz nach Hörsching fliegen, um die Kompasse zu kompensieren. Es wird die Gradzahl zwischen "geographisch Nord" und "magnetisch Nord" kompensiert.

 

 

Was ist eigentlich ein Kompensierscheibe? [8]

 

Ein Kompensierscheibe (auch Kompensierfläche oder Kompensierplatz) ist ein besonders ausgewählter und eingerichteter Ort auf Flugplätzen, an dem das Kompensieren von magnetfeldempfindlichen Gebern in Luftfahrzeugen (Luftfahrtkompass und Induktionssonde) sowie die Bestimmung der Funkdeviation (Fehlweisung) möglich ist.


Auf dem Kompensierplatz können Luftfahrzeuge entsprechend einer am Boden aufgemalten Kompensierrose gedreht werden. So ist ein Kompensieren des Kompasses möglich, bei dem versucht wird, den Fehler einer Missweisung zu korrigieren bzw. für den Restfehler eine Deviation (Berichtigungswert) anzugeben. Das Luftfahrzeug wird dabei in 30-Grad-Schritten auf der Kompensierfläche gedreht und anschließend der auf dem Platz eingestellte und der am Bordkompass angezeigte Kurs verglichen.


Aufgrund von magnetischen Bauteilen wie Eisenkomponenten und stromführenden Leitern in Flugzeugen zeigt der Magnetkompass eine Missweisung an, die durch einen Kompensator ausgeglichen werden kann. Der Kompensator ist eine Einrichtung an Magnet- oder Funkkompassen, mit der sich die Anzeigefehler beseitigen lassen. Am Magnetkompass enthält er schwache Magnete, durch deren Verschiebung das feste Magnetfeld des Luftfahrzeugs ausgeglichen (kompensiert) wird. Am Radiokompass verstellt man mit dem Kompensator die Winkeldifferenz zwischen der Antennenstellung und dem Selsyn-Geber.

 

 

 

 

Kompensierscheibe 1942

 

 

 

 

Kompensierscheibe im Modell [66]

 

 

 

 

Eine Do-17 auf der Kompensierscheibe am FlH Schleißheim

 


 

Die Kompensierscheibe ND 12/20: