Administration
 
Gärtnerei

Kasernengärtnerei [12]

 

Nach überlieferten Aussagen von Vzlt Josef Napokoj und anhand von RAF-Luftaufnahmen vom 05.09.1944 scheint es als erwiesen, dass bereits die deutsche Luftwaffe am Fliegerhorst eine eigene Kleingärtnerei betrieben hat. In dieser wurde laut Auskunft, fast ausschließlich Gemüse für die Truppenküche angebaut und abgeerntet. Die Gärtnerei befand sich im Bereich „Brücke Haidbach – Altes MunLager“.

 

 

 

Alte Planansicht der Gärtnerei

 

 

Nach der Übernahme des Fliegerhorstes durch die USAF am 08.05.1945 wurde die Gärtnerei weitergeführt und 1945 sogar für die Bevölkerung von Hörsching geöffnet. Das heißt, die Bevölkerung hatte teilweise Zugang in die Kaserne, zum Zwecke der Beschaffung von Gemüse. Wie von verschiedensten Zeitzeugen mitgeteilt, wurde die Gärtnerei nach der Übernahme durch das ÖBH im Oktober 1955 ebenfalls weitergeführt. Der Verkauf an die Bevölkerung wurde eingestellt und ausschließlich wieder für die heereseigene Küche geerntet. Die Ausbaustufen waren verschieden. Anfangs lediglich mit Aufzuchthäusern vergrößerte sich die Gärtnerei fast bis zum MunLager. Die vielen unterirdischen Hydranten erleichterten die Bewässerung.

 

 

 

Typische Gärtnerei 1942 - Symbolbild

 

 

1965 wurde die Gärtnerei an eine Zivilperson vergeben. Auf einem Bild aus dem Jahre 1974 ist die Gärtnerei noch zu sehen, 1978 nicht mehr. Wann genau der Betrieb eingestellt wurde, konnte nicht eruiert werden. Das Areal der Gärtnerei umfasste in seiner Glanzzeit zwischen 1945 und 1955 nicht weniger als 25.000m2. Der letzte zivile Gärtner war Herr JANKO, welcher auch am Fliegerhorst nahe der Gärtnerei wohne (im Bereich des jetzigen Tennisplatzes).