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Luftwaffenübungsgelände im Raum Vöcklabruck

LW-ÜbGld HOCHECK „Z“ (Sch) [12, 46]

 

 

 

Fornach im Bezirk Vöcklabruck  - Kreis markiert den Ort des Luftwaffenübungsgeländes

 

 

Die wenigsten Anwohner von Fornach in der jetzigen Zeit wissen von der Existenz eines ehemaligen Luftwaffenübungsgeländes im Bereich Meisterholz (westlich von Walligen) im Kobernausserwald. Das Gelände wurde im 2.Weltkrieg abgeholzt und am Boden mit weiß gestrichenen Hölzern die Umrisse von einem Flugzeug, einem U-Boot und einem Kriegsschiff ausgelegt.

 

 

 

 

Silhouette von oben nach unten - Flugzeug - Teil Kriegsschiff - U-Boot

 

 

 

Silhouetten aus der Nähe

 


Die Piloten flogen das Übungsgelände von den Einsatzplätzen Wels und Hörsching aus an und warfen ihre Übungsbomben aus Beton auf die Zielatrappen. Beim Aufschlag der Betonbomben zerbrachen die seitlich in den Betonkörper eingelassenen Glaszylinder und fingen an zu rauchen. Somit konnte vom Piloten, aber auch von den am Boden in den Beobachtungsbunkern befindlichen Beobachtern, die Trefferlage des Abwurfes ermittelt und gemeldet werden.

 

 

 

Die zwei Unterstände der Beobachter (Mitte oben und rechts)

 


Die Bunkeranlagen befanden sich auf Privatgrund und der Besitzer wollte 1944 wieder mit der Aufforstung, der stillgelegten Anlage, beginnen. Das Luftwaffenamt lehnte dies jedoch ab, was die Besitzer jedoch nicht wirklich daran hinderte mit der Aufforstung zu beginnen. Laut Luftgaukommando XVIII Wien konnte der Übungsplatz Hocheck - Fornach nicht aufgelassen werden, da dieser wahrscheinlich noch gebraucht werde. Die Verbringung der aufgebauten Übungsziele wurde untersagt.

 

 

 

Schreiben des Luftgaukommando an den Grundbesitzer vom 5.1.1944

 

 

Nach Kriegsende wurden die schweren Eingangstüren zu den beiden Bunkern mit Hilfe eines Vöcklamarkter Straßenmeisters gesprengt. Die Anlage wurde anschließend abgetragen und heute erinnert nur noch eine Vertiefung bzw. Erhöhung (Eingang) an das einstige Luftwaffenübungsgelände in Fornach. Die Nutzungsdauer dürfte im Jahre 1943 geendet haben, da der Besitzer trotz des Schreibens des Luftwaffengaukommando XVIII vom 05.01.1944 mit der Wiederaufforstung begann.

 

 

 

Der ehemalige Eingang zu einem der Beobachterbunker

 

 

 

 

Übungsbomben aus Beton, abgeworfen von einer Ju-87 "Stuka"