Administration
 
1995

Kasernenkommanden aufgelöst [3]

 

Hörsching, 02.01.1995 – Die Kasernenkommanden in OÖ wurden aufgelöst und in eine BetrVersSt-Organisation übernommen. Das ehemalige Kasernenkommando Hörsching lautet jetzt auf den Namen Betriebsstaffel Hörsching und gehört zur 2. Betriebsversorgungsstelle des Militärkommando OÖ.

 

 

 

 

Durch Verwandtenbesuch abgestürzt [3]

 

Hörsching, 03.03.1995  - Zwei Saab 105 OE (YA-01 und YA-05) starteten vom Fliegerhorst Vogler, um in Richtung Katschberg–Innerkrems–Hochkönig und zurück eine Systemüberprüfung für das Luftraumüberwachungssystem durchzuführen. Der als sehr erfahren geltende und als Fluglehrer dienende Klaus G. (YA-05) wurde als Rottenführer eingeteilt, um die beiden weniger erfahrenen Piloten, Fähnrich Johann Plank und Wachtmeister Manfred Fler (YA-01) zu führen.

 

Da sich an diesem Tag der Sohn und die Gattin von Klaus G. im Skigebiet Innerkrems befanden, wich dieser ohne Absprache mit der Begleitmaschine oder einem Vorgesetzten vom vorgegebenen Kurs ab und überflog zwecks „Verwandtenbesuch“ die Sesselliftstationen des Skigebietes mit einer Fassrolle.

 

 

 

+ Fhr Plank

 

 

Fähnrich Plank begann in der Absicht, vom Rottenführer „getestet“ zu werden, ebenfalls die für ihn überraschend eingeleitete und nie geübte Fassrolle, geriet jedoch zu tief und prallte gegen den Westhang des Sauereggnocks. Fähnrich Plank und der in der Maschine als Techniker mitgeflogene Wachtmeister Fler waren auf der Stelle tot. 1997 wurde Klaus G. vom Oberlandesgericht Graz wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen (§ 81 Z 1 StGB) sowie Verstoßes gegen die Luftverkehrsregeln (§§ 7 und 10 Abs 4 LVR) zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Monaten auf Bewährung verurteilt, zudem wurde ihm die Fluglizenz entzogen.

 

 

 

 

FMBetrRVKp/FlStbB im AssE [3]

 

Hörsching, 08.06.1995 – Die FMBetrRvKp befindet sich im AssE Hochwasser in ST.VEIT im Mühlkreis bei Familie ROLAND vulgo EHMÜHLE. Der Einsatz erfolgte auf Grund Anforderung von Bürgermeister HEHENBERGER und dauerte 2 Stunden. 69 Soldaten beginnend vom Kompaniekommandanten bis zum Grundwehrdiener standen 1.228 Mannstunden im Einsatz.

 

 

 

 

Kuhbergung auf der Sailalm [3]

 

Hörsching, 28.06.1995 – Die 2. Staffel/FlR3 wurde durch Assistenzanforderung der BH STEYR-Land (direkt an Einsatzzentrale Luft/BMLV) alarmiert und in die Gemeinde Weyer-Land entsandt. Hier galt es 4 Kühe von der Saileralm zu bergen. Eingesetzt wurde eine AB212 mit 3 Mann Besatzung. Die Einsatzdauer wurde mit 75 Minuten angegeben.

 

 

 

 

Rinderbergung durch Fliegerkräfte [3]

 

Hörsching, 17.07.1995 – Die 1. Staffel/FlR3 wurde nach Assistenzanforderung durch die BH STEYR-Land (direkt an Einsatzzentrale Luft/BMLV) alarmiert und in das Gebiet GAMINGERALM (Wurzeralm) nach SPITAL am Phyrn in Marsch gesetzt. Ein Rind musste geborgen werden. Den Einsatz machte ein AB212 mit 4 Mann Besatzung. Die Einsatzdauer wurde mit 97 Minuten angegeben.

 

 

 

 

Reform der Fliegerkräfte in Hörsching [12, 34]

 

Hörsching, 01.09.1995 - Das Fliegerhostbataillon 3, das Jagdbombergeschwader und das Kommando Hubschraubergeschwader 3 wurden aufgelöst. Aufgrund dieser Strukturanpassung ging aus dem Jagdbombergeschwader die 3. Staffel hervor, welche dem Fliegerregiment 3 in Hörsching unterstellt wurde.

 

Das Fliegerregiment besteht somit gegenwärtig aus dem Regimentskommando, Stabskompanie, Flugbetriebskompanie, Wach- und Sicherungskompanie, der 1. Staffel mit AB-212, 2. Staffel mit AB-204, 3. Staffel mit Saab 105OE und FlTeKompanie. Der Bildzug des vormaligen JaBoGschw wurde als Luftaufklärungseinsatzstelle Hörsching dem neue Kdo LuftAufKl in LALE unterstellt.

 

 

Stoffpatches des Fliegerregiment 3

 

 

Die Heeresgliederung 1995 brachte für das FlR 3 noch weitere, beträchtliche Umstellungen. So wurde das Fliegerabwehrbataillon 13 herausgelöst und dem FlAR3 in Salzburg aZa übergeben. Ebenso wurde die Fliegerwerft 3 ausgegliedert und als selbständiger Verband am Fliegerhorst Vogler disloziert.

 

 

 

 

IFOR- Soldaten durchqueren Österreich [3]

 

Hörsching, 17.12.1995 – IFOR-Truppen (gestellt durch die US Army) wurden auf Transitrouten von Deutschland kommend durch Österreich auf Straße, Schiene und Luft nach Ungarn geschleust und begleitet. Durch einen erheblichen Rückstau bei der Verlegung auf Schiene mussten viele dieser IFOR-Truppen in WELS und HÖRSCHING nächtigen. Durch MilKdo OÖ wurde eine Einsatzzentrale zur Koordinierung des Transits eingerichtet.

 

 

 

Aufgereiht in Reih und Glied - NATO-Hubschrauber