Administration
 
1991

Neuer Chef des Stabes MilKdo OÖ [3]

 

Hörsching, 08.01.1991 - Es erfolgte ein Wechsel bei der Postition des Chef des Stabes & stv MilKdt von Obeösterreich. ObstdG Wolfgang FRITSCH verläßt das Militärkommando und beginnt seine neue Karriere im Attachedienst im Ausland. Nachfolger wird der junge und schon bald bei den Damen sehr beliebte Obstlt dG Harald MÜLLER.

 

 

   

 

ObstdG FITSCH und ObstltdG MÜLLER

 

 

 

 

Allgemeines zu den 1990ern [24]

 

Die 90er Jahre waren geprägt von internationalen Krisen und nationalen Katastrophen. So kam es  1991 zur wachsenden Besorgnis in Kärnten und Steiermark über die Krise in Slowenien und gleichzeitig zu erhöhte Wachsamkeit beim Bundesheer. Der  Ministerrat verlängert den Assistenzeinsatz des Österreichischen Bundesheeres im Burgenland  und der  Zivildienst wurde um zwei auf 10 Monate verlängert. Der Ministerrat beschließt die Entsendung eines Feldspitals in den Iran (UN Austrian Field Hospital in Iran - UNAFHIR) - Teile des Personals werden von der Sanitätsanstalt Hörsching gestellt.In Juni 1991 kam es zur Eskalation in Jugoslawien. Einsatz von Teilen des Österreichischen Bundesheeres an der jugoslawischen Grenze in der Steiermark, Kärnten und im Burgenland. Elemente der Panzerfliegerabwehrbatterie des Panzerstabsbataillon 4 aus Hörsching werden, mit scharfer Munition  ausgestattet, an der Jugoslawischen Grenze eingesetzt. Schwere Unwetter in weiten Teilen Österreichs fordern das Bundesheer im Assistenzeinsatz.

 

 

 

 

 

Aufnahme des Fliegerhorstes in das Gemeindebuch [1]

 

Hörsching, 20.02.1991 - Mit diesem Datum erfolgte die Aufnahme des Fliegerhorstes VOGLER in das Goldene Buch der Gemeinde Hörsching [1].  Originalschriftverkehr [3]

 

 

 

 

 

 

Verteidigungsattache der Schweiz in Hörsching [12, 45]

 

Hörsching, 24.07.1991 - Der Verteidigungsattache der neutralen Schweiz, Oberst im Generalstab Charles OTT stattet dem Fliegerregiment 3 einen Truppenbesuch ab.

 

 

 

Olt Kopf, Obst Reichhuber, ObstiG OTT und Hptm Schär

 

 

 

 

Saab 105OE abgestürzt [3]

 

Kirchdorf a.d. Krems, 13.09.1991 -  Nur sieben Minuten dauerte der Übungsflug zweier junger Bundesheerpiloten mit ihrer rund zwanzig Jahre alten Saab 105 OE. Über Micheldorf streifte der Düsenjet des Hörschinger Jagdbomber-Geschwaders einige Baumwipfel und wurde vermutlich noch in der Luft in Tausende Teile zerfetzt. Die brennenden Trümmer fielen in einem Umkreis von rund einem Kilometer zu Boden. 

 

 

   

 

+ Lt Nagele   -   + Wm Tschuchnik

 

Augenzeugen sprechen von einer gewaltigen Detonation. Brennende Trümmer des Jagdbombers waren kilometerweit verstreut. Die beiden Piloten, Leutnant Martin Nagele (24) aus Wels und Wachtmeister Hans-Peter Tschuchnik (22) aus Sattledt, hatten keine Überlebenschance.

 

 

 

 

Großübung der FF Hörsching und Umgebung im Fliegerhorst [1]

 

Hörsching, 17.09.1991 - Nicht unerwähnt darf eine erstmals durchgeführte Großübung Freiwilliger Feuerwehren der Umgebung im Fliegerhorst bleiben. Hiebei wurden die Alarmierungsabläufe bei einem Brand in der Kaserne bis zur Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Hörsching und in weiterer Folge die Zusammenarbeit der militärischen Institutionen mit den Freiwilligen Feuerwehren Hörsching, Rutzing und Breitbrunn zur Zufriedenheit aller überprüft.

 

 

 

 

Wirtschaftliche Aspekte des Bundeheeres aus der Sicht der Gemeinde Hörsching [1]

 

Auf dem 3.671.704 m2 großen Areal sind ständig zirka 1.400 Soldaten und Zivilbedienstete beschäftigt. In der Truppenküche werden jährlich in der Region eingekaufte Lebensmittel im Wert von fast 11 Millionen Schilling verkocht. Zusätzlich kaufen die Hörschinger Truppen jedes Jahr für 5,4 Millionen Schilling (heute ca. 393.000 €) dienstlich benötigtes Material - vom Bleistift bis zum Kraftfahrzeug-Ersatzteil - in der Umgebung ein. Von der Bundesgebäudeverwaltung Hörsching werden jährlich 10 Millionen (heute ca. 730.00 €) für die Durchführung von Instandhaltungsarbeiten im Fliegerhorst an zivile Handwerksbetriebe der Umgebung bezahlt.

 

 

 

 

Veränderungen kommen immer wieder [1]

Die völlige Veränderung der politischen und militärstrategischen Lage in Europa in den Jahren 1990 und 1991 veränderte auch für Österreich die möglichen Gefahren und militärischen Bedrohungen von außen. Deshalb wurde vom Bundesministerium für Landesverteidigung Ende 1991 eine generelle Bundesheerreform und die Schaffung einer aufgabengerechten neuen Heeresstruktur eingeleitet. In Vollziehung dieser Heeresreform werden sich in naher Zukunft auch für einen Großteil der am Fliegerhorst Vogler stationierten Verbände, Einheiten und Dienststellen wieder einmal einschneidende Veränderungen ergeben.