Administration
 
1988

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen am Fliegerhorst [1]

 

Das Jahr 1988 brachte zusätzlich zu den massiv beginnenden Baumaßnahmen am Fliegerhorst und der Tatsache, dass sich „an jeder Ecke" eine Baustelle auftat, die geplante Überstellung der angekauften Luftraumüberwachungs-Flugzeuge Saab J 35 „Draken" nach Österreich zusätzlich etwas Unruhe in den Dienstbetrieb der zuständigen Kommanden. Infolge der teilweise heftigen Protestaktionen der „Draken-Gegner" in der Steiermark, entschloß sich das Militärkommando von Oberösterreich entsprechende Sicherheitsmaßnahmen auch am Fliegerhorst vorzubereiten. 

 

 

 

 

 

 

Flughafenbereich wird zum Sperrgebiet erklärt [1]

 

Dem Erststart der Draken ging eine Kampagne in der Öffentlichkeit voraus. Man wollte unbedingt verhindern, dass in Hörsching Draken stationiert werden oder dass der Flugplatz angeflogen werden kann. Das Gelände des Fliegerhorstes musste zufolge der aufgeheizten Stimmung besonders gesichert werden und wurde zum Sperrgebiet erklärt. Doch die erste Landung von zwei Saab Draken am 18. August 1988 zeigte, dass in Oberösterreich davon kaum Notiz genommen wurde [1].

 

 

Start der ersten Draken vom FlH VOGLER [3]

 

 

 

 

 

Militärbischof in Hörsching [12, 45]

 

Hörsching, 30.03.1988 - Der Militärbischof Dr. Alfred Kostelecky besucht die am Fliegerhorst dislozierten Fliegerteile. Der Kommandant des Fliegerregimentes 3, Obst Reichhuber führte seine Exzelenz durch die Hallen der Fliegertruppe.

 

 

 

 

 

 

 

SAAB 105 zerschellte bei Tiefflug [3]

 

Eggelsberg, 06.04.1988 – Ausgerechnet an seinem 45. Geburtstag ist der erfahrende Jet-Pilot Obstlt Otto Laimgruber tödlich verunglückt. Die Maschine war kurz nach Mittag aus zu einer Übungsschleife über das Innviertel in Richtung Dachstein gestartet. Um 1330 Uhr hatte der Pilot letztmalig Kontakt mit der Bodenleitstelle Hörsching.

 

 

 

+ Obstlt Laimgruber

 

Die Saab 105 hat beinahe die Ortsdächer von Eggelberg gestreift und ist dann über einem nahegelegenen Waldstück endgültig ins Trudeln gekommen. Die Maschine streifte in der Folge mehrere Baumgipfel und stürzte auf ein Feld und explodierte. Teile der Maschine wurden bis knapp vor bewohnte Häuser geschleudert. Obstlt Laimgruber galt als sehr erfahrender Pilot und hatte bereits mehr als 2.000 Flugstunden. Die Flugstrecke gilt als kommissionierte Strecke für Tiefflüge.

 

 

 

 

Papst Johannes Paul in Hörsching [3]

 

Hörsching, 25.06.1988 - Das Oberhaupt der katholischen Kirche, Papst Johannes Paul landet von Wien kommend am Flughafen Hörsching. Ziel des Weiterfluges war das KZ Mauthausen. Papst Johannes Paul zelebrierte in Mauthausen eine Gedenkfeier und flog dann weiter nach Salzburg, wo er übernachtete. Am 26.06.1988 wurde der Papst durch die Hörschinger Piloten von Salzburg nach Lorch bei Enns, nach Klagenfurt, nach Gurk und zurück nach Salzburg geflogen. Die fliegerischen Leistungen wurden allesamt durch das Fliegerregiment 3 unter dem Kommando von Oberst Walter Haselsteiner erbracht. 

 

 

 

Papst Johannes Paul und Bischof Maximilian Aichern gehen zu den Maschinen

 

 

 

Besatzung der Papstmaschine: Obst Walter Haselsteiner, Hptm Andreas Putz und Vzlt Egon Riedler

 

 

 

 

25 Jahre JaBo-Geschader - Jubiläum [51]

 

Hörsching, 09.09.1988 - Das Jagdbombergeschwader feierte sein 25-jähriges Jubiläum. Anschließend wurde ein Hallenfest abgehalten.