Administration
 
1977

Erneuerung der Befeuerungsanlage [1]

 

Hörsching, 01.01.1977 - Im Zuge des Jahres 1977 erfolgte die Erneuerung der Befeuerungsanlage der Piste und es wurde mit den ersten Arbeiten zur Verlängerung der Start- und Landebahn nach Westen begonnen.

 

 

 

 

Landesschulrat in Hörsching [3]

 

Hörsching, 11.01.1977 - Das Präsidium des OÖ Landesschulrates besuchte den Fliegerhorst. Landesschulratspräsident Dr. ECKMAYR und seine 22 Begleitpersonen wurden willkommen geheißen und durch den Militärkommandanten Brigadier LAWATSCH begrüßt. Es folgten Vorträge über militärischen Alltag und ein Besuch beim Fliegerregiment 3.

 

 


100 Italiener zu Besuch beim JaBoG 1 [51]

 

Hörsching, 05.07.1977 - Über 100 Angehörige der italienischen Luftwaffe besuchen im Rahmen ihrer Österreichrundfahrt das JaBoG 1. Die Fliegerkameraden aus dem benachbarten Ausland wurden auf das herzlicheste Wilkommen geheißen.

 

 

 

 

Fliegerübung "Steppenreiter" [3]

 

Hörsching-Langenlebarn, 03.05.1976 - Das Abfangen von unbekannten Flugzeugen über Österreich und deren Identifizierung durch Saab 105OE des JaBoG aus Hörsching war eines der Hauptzwecke des 1 Woche dauernden Heeresfliegermanövers mit dem Titel "Steppenreiter". Das gesamte Jagdbombergeschwader aus Hörsching wurde in die Abfangübung eingebunden.

 

Ab letzten Tag der Übung, am 06.06.1976 wurden im Rahmen einer Pressevorführung Alarmstarts von Saab 105OE vorgezeigt und dem interessierten Journalisten ausfühlich erläutert. Die Pressefahrten für die OÖ Journalisten wurden durch das Militärkommando OÖ, Oblt REITERER, S5/MilKdo OÖ koordiniert. 

 

 

 

Verhängnisvoller Irrtum in der Luft [20]

 

Hörsching, 09.05.1977 - Zu einem verhängnisvollen Vorfall während eines Fluges kam es auf Grund von Verständigungsschwierigkeiten. Die beiden Hörsching Piloten Mjr Dr. Johann RATHGEB und Olt Helmut HÖFLINGER flugen mit ihrer Saab 105OE nach einer Übung von Wieselburg nach Zeltweg zurück.

 

In der Nähe von Mariazell, in einer Höhe von 1.300 bis 1.600 Meter, kam die Maschine in schlechtes Wetter. Durch die schlechte Lage des Flugzeuges in der Luft setzten beide Triebwerke gleichzeitig aus. Plötzlich brach an einem Triebwerk Feuer aus. Die Piloten fragten sich gegenseitig, ob sie mit Schleudersitz aussteigen sollten oder nciht. Olt HÖFLINGER dachte dies wäre eine Befehl zum Aussteigen und betätigte den Schleudersitz. Er wurde aus der Maschine katapultiert und das Maschinendach wurde angesprengt.

 

Mjr Dr. RATHGEB behielt dennoch die Nerven und stieg nicht aus. Zu diesem Zeitpunkt saß er allerdings ohne Kabinendach in seiner Maschine. Er hatte zum Glück seine Sauerstoffmaske auf, welche die stängige Sauerstoffzufuhr regelte. Mjr Dr. RATHGEB drehte die Maschine geistesgegenwärtig um und durch die einströmende Luft wurden die Düsen nach langen Versuchen wieder in Gang gesetzt. Mjr Dr. RATHGEB landete ca. 13 Minuten nach diesem Vorfall mit seiner Maschine sicher am Militärflugplatz in ZELTWEG. Die Maschine wurde nur leicht beschädigt.

 

 

 

Pilot Mjr Dr. RATHGEB

 

 

Olt HÖFLINGER war in der Zwischenzeit mit seinem Fallschirm in der Nähe von Mariazell sicher gelandet und verständigte telefonisch das Armeekommando in Wien. Es war in Österreich erstmals und weltweit zum zweitenmal gelungen, dass ein Pilot dessen Co-Pilot mit dem Schleudersitz ausgestiegen war, sicher mit dem Flugzeug landen konnte. Nur in Belgien gelang dies einmal einen Testpiloten, dessen Schüler auch zu früh ausgestiegen war, mit seiner Saab zu landen. Ein großen Zeichen das unser JaBoG ausgezeichnete Piloten hat.

 

 

 

 

Absturz einer Saab 105 OE [20]

 

Hörsching, 14.05.1977 - Eine Maschine des JaBoG Hörsching, eine Saab 105 OE (GC-13) stürzte um 14 Uhr 35 beim Landeanflug auf den Fliegerhorst VOGLER ab und wurde zerstört. Der Pilot Hauptmann Johann Gölzner starb auf den Transport in das AKH LINZ.

 

Hptm GÖLZNER war Samstag mittag zu einem einstündigen Übungsflug im Raus LINZ - ALLENTSTEIG gestartet. Zu seinem Übungsprogramm gehörte unter anderem auch das Aufsetzen zur Landung und ein anschließendes Durchstarten. Die Saab hatte schon auf der Piste aufgesetzt, und Hptm GOLZNER startete seine Maschine durch. Kaum hatte die Maschine jedoch etwas an Höhe gewonnen, trudelte diese plötzlich, stürzte ab und zerschellte am Boden.

 

Bereits Sekunden später waren schon Sanitäter zur Stelle und bargen den schwer verletzten Piloten aus den Trümmern. Ein Hubschrauber flog den Schwerverletzten in das Allgemeine Krankenhaus nach LINZ. Aber vergeblich: Der erfahrende Pilot - er hatt schon 2.000 Flugstunden hinter sich - starb bei der Einlieferung.

 

 

 

Die abgestürzte Saab 105OE

 

 

 

Hptm Johann Gölzner +

 

 

 

 

Manöver am Schauplatz OÖ [3]


OÖ, 07.02.1977 - Am Montag, dem 07.02.1977 begann das "Rösselsprung" der 4. Panzergrenadierbrigade,  an dem mehr als 3000 Soldaten mit 550  Panzer- und Räderfahrzeugen teilnahmen.  Bereits in den frühen Morgenstunden des Montag verlegen  die Bataillone vom Truppenübungsplatz Allentsteig in die  Ausgangsräume Freistadt, Pregarten und Mauthausen. Seine  Höhepunkte erreicht das Wintermanöver am Dienstag, den  08.02.1977 von 1500 - 2400 Uhr mit der Rücknahme der gepanzerten  Bataillone über die Donau mittels Fähren.


Am Mittwoch, den 09.02.1977 ab 1000 Uhr begann der Panzerangriff  über die Enns mit Artillerie und Jagdbomberunterstützung,  deren Waffenwirkungen durch pyrotechnische  Mittel dargestellt werden.  Ein feldmäßiger Vorbeimarsch der 550 Panzer- und Räderfahrzeuge  beendet am Freitag in Amstetten das Wintermanöver  "Rösselsprung".


Auch die Luftstreitkräfte beteiligten sich an diesem Wintermanöver:  Düsenjagdbomber  aus Hörsching führten Tiefflugangriffe in einer Höhe von ca. 150 -  300 m ebenso durch,  wie sie auch die Luftbildaufklärung durchführten.


Das  Militärkommando OÖ und das Kommando der 4. Panzergrenadierbrigade  appellierten an alle Autofahrer, sich in  ihrer Aufmerksamkeit im Straßenverkehr nicht durch die  tieffliegenden Düsenflugzeuge ablenken zu lassen.  Zur Betreuung der Massenmedien wurde durch das Militärkommando  OÖ ein Pressezentrum vom 07.02.1977, 1200 Uhr  bis inkl. 11.02.1977, 0600 Uhr im Hotel "PILGRAB",  Westbahnstraße 24, 4300 St. Valentin errichtet.

 

 

 

 

Heeressanitätschef in Hörsching [3]


Hörsching, 15.03.1977 – Heeressanitätschef Herrn Generalarzt Dr. SCHMIED führte ein Inspizierung der HSanA/MilKdo OÖ durch. Gleichzeitig beendeten 38 Kursteilnehmer die WGA/San, wobei 9 Mann mit ausgezeichneten, 27 Mann mit Erfolg und 2 Mann ohne Erfolgt abschnitten.

 

 

 

 

Universität Linz besucht Fliegerhorst [3]


Hörsching, 19.04.1977 – Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universitär Linz besucht gemeinsam mit ihrem Rektor Dr. KULHAVI und 15 Studierenden den Fliegerhorst VOGLER. Militärkommandant Brigadier LAWATSCH hieß die Abordnung herzlich willkommen. Obst STANGL, Kdt FlR3 führte die Besucher durch das Fliegerregiment und erklärte vor Ort den Teilnahmen den militärichen Lufteinsatz.

 

 

 

 

KÜ/TÜ MilKdo OÖ [3]


Hörsching, 19.04.1977 – Im Zeitraum vom 19. Bis 28. April 1977 fand die 1. BTÜ des LWR 301, genau gesagt der 11.Kp/III/LWR 302 und des PiZg statt. Insgesamt nahmen 255 Soldaten an dieser BTÜ, welche teilweise am Fliegerhorst und teilweise in der Kaserne FREISTADT stattfand, teil.

 

 

 

 

BWÜ San in Hörsching [3]


Hörsching, 16.05.1977 – Insgesamt 10 Tage dauerte die 2. BWÜ der HSanA/MilKdo OÖ und der FAmb HÖRSCHING. Gleichzeitig wurde die 1. BWÜ des Reservelazarett OÖ am Fliegerhorst durchgeführt. An beiden Übungen nahmen 36 Milizpersonen teil.

 

 

 

 

Heeresfliegermanöver „Steppenreiter“ [3]


Hörsching, 05.1977 - Das Abfangen von unbekannten Flugzeugen und deren  Identifizierung durch die Düsenflugzeuge SAAB 105 OE  des JaBoG HÖRSCHING war eines der  Hauptzwecke des Manövers „Steppenreiter „  der Luftstreitkräfte. 


Am Freitag, den 06.05.1977 fand am Fliegerhorst  Brumowski in Langenlebarn eine Pressevorführung statt,  bei der Alarmstarts von SAAB 105 OE gezeigt werden  und in Kurzreferaten auf den Stand der Luftraumüberwachung  hingewiesen wurde.  Ein Gespräch mit dem Armeekommandanten General  Spannocchi und eine Diskussion mit Piloten beenden  das Manöver.     

 

 

 

 

Attachéreise nach Oberösterreich [3]


Hörsching, 24.05.1977 – Insgesamt 16 Militärattachés aus 15 verschiedenen Ländern besuchten im Rahmen einer  Attachéreise nach Oberösterreich den Fliegerhorst.

 

Dies waren:

 

  • Obstlt BANYAI Kalman, Ungarn

  • Herr CHU Tan, China

  • Obst GRBA Stevan, Jugoslawien

  • Brigadier BITAR El-Youssef b.e.m., Libanon

  • Obst BEGHEGEANU Mircea, Rumänien

  • Obst TSAPENKO Pawel, Udssr

  • Obst TASSIE Lawrence, USA

  • Obstlt HOLVEOT Maurice, Belgien

  • ObstiG POSTLER Waldemar, Polen

  • Mjr WARTENWEILER Bruno, Schweiz

  • Obst ILIEV Georgi, Bulgarien

  • Obstlt CHRISTENSEN Hans, Finnland

  • Obst HAND John, USA

  • Obst WILL Miloslav, CSSR

  • ObstiG PETROPULIS Georgy, Griechenland

  • Obst HAM Yong-Byung, Korea

 

Begleitet wurden die Diplomaten durch ObstdG KREUTLER Siegbert, BMfLV/AusbC, sowie Obst SCHMID (Kdt LWR), MjrdG TRAUTTENBERG (Leiter LWAbt/ MilKdo OÖ), MjrdIntD Dr. WÖSS (Ltr IntAbt/ MilKdo OÖ), Mjr KAMPTNER Rudolf (S1/ MilKdo OÖ), Obstlt FRIEPES Karl (Stv SchulKdt HUOS) und Obstlt HEITZ Joachim (in Vertretung für 4.PzGrenBrig).

 

 

 

 

Direktorenkonferenz in Hörsching [3]

 

Hörsching, 12.06.1977 – An diesen Tag begann die Direktorenkonferenz der AHS und BHS aus Oberösterreich, welche bis 13.06.1977 fortgesetzt wurde.

 

 

 

 

Armeekommandant – Inspektion MilKdo OÖ [3]

 

Hörsching, 27.06.1977 – Insgesamt 4 Tage dauerte die Inspektionsreise mit Truppenbesichtigung des Armeekommandanten GdPz Emil Spannocchi beim MilKdo OÖ. Die Überprüfung wurde durch den mitgereisten Armmestab anhand gültiger Richtlinien durchgeführt. Überprüft wurden das Ausbildungsregiment 4, das Landwehrregiment 301, die Brigadeartillerieabteilung 4, die Heeressanitätsanstalt OÖ, die Stabskompanie des MilKdo OÖ, sowie der Stab des MilKdo OÖ. Das Überprüfungsteam stellte allen Überprüfenden Teilen ein „sehr gutes“ Zeugnis aus.

 

 

General Spannocchi

 

 

 

 

Erste BWÜ der HSanA [3]

 

Hörsching, 11.06.1977 – Bei der Vorstaffelung zur 1. BWÜ der HSanA rückten 14 Soldaten und 6 Zivilärzte in militärischer Arztfunktion ein. Vertraut gemacht mit der neuern Gliederung wurde ein Sanitätsplanspiel unter Einbeziehung eines Truppenverbandsplatzes, einer Feldambulanz, eines Feldlazarettes durchgeführt. Großer Wert wurde auf das Üben der Funkverbindungen gelegt. Die Übungen wurden teilweise am TÜPl TREFFLING durchgeführt. Anschließend erfolgte die Weiterverwendung des Personals im Rahmen der BWÜ MilKdo OÖ. Die BWÜ wurde als ausgezeichnet beurteilt.

 

 

 

 

BWÜ MilKdo OÖ [3]

 

Hörsching, 15.06.1977 – Beginn der BWÜ des MilKdo OÖ. Beübt wurden die territorialen Truppen des MilKdo OÖ am Fliegerhorst VOGLER. Eine Schießverlegung nach ALHARTING rundete die BWÜ ab. 219 Teilnehmer nahmen an der BWÜ teil.

 

 

 

 

Neuer Kommandant beim FlHB 3 [59]

 

Hörsching, 01.09.1977 - Obstlt Daniel FALCH übernimmt das Kommando des Bataillons.

 

 

 

Obstlt Daniel FALCH

 

 

 

Fernmeldeübung [3]

 

Hörsching, 15.09.1977 – Insgesamt 105 Teilnehmer nahmen an der Fernmeldeübung im Rahmen der 2. BTÜ des FMBetrZg/terr/MilKdo OÖ teil.

 

 

 

 

Übung des Brigadestabszuges StbB4 [3]

 

Hörsching, 03.10.1977 – Bis 12. Oktober 1977 dauerte die Übung des BrigStbZg des Stabsbataillon 4 an welcher insgesamt 47 Offiziere und Unteroffiziere ihr Können unter Beweis stellen konnten.

 

 

 

 

Räsel um Flugunfall [3]

 

Kleinlobming, 11.10.1977 - Hptm Siegfried RUMPLER und Leutnant Josef HOFBAUER – beide von der Düsentrainerstaffel Hörsching -  stürzten über Kleinlobming/Knittelfeld mit einer Saab 105 ab. Drei Tage vor dem Unglücksflug legte Lt. Hofbauer mit sehr gutem Erfolg die Flugprüfung (Jetberechtigung) ab. Am 11. Oktober 1977 war es sein erster Flug als verantwortlicher Flugzeugführer, der jedoch nur 3 Minuten dauerte. Der Zweck des Fluges war eine normale Nachtflugübung.

 

 

   

 

+ Hptm Rumpler  -  + Lt Hofbauer

 

 

Die Maschine zerschellte im Geierleitengraben im Ortsteil Mitterbach der Gemeinde Rache im Wald. Rumpler wurde 2 km neben der Absturzstelle tot aufgefunden. Hofbauer wurde erst am nächsten Tag durch einen Piloten des Innenministeriums gefunden. Augenzeuge berichteten, dass die Maschine explodiert sei.

 

 

 

 

ATÜ LWR 301 [3]

 

Hörsching, 28.11.1977 – Bis zum 07.12.1977 dauerte die 1. ATÜ des LWR 301 an der 248 Soldaten teilnahmen. Die 2. Und 3. BTÜ dauerte vom 12.12. bis 21.12.1977 – Teilnehmer 191.

 

 

 

 

ATÜ Ausbildungsregiment 4 [3]

 

Hörsching, 13.12.1977 – Bis zum 22.12.1977 dauerte die 1. ATÜ des Ausbildungsregimentes 4. Insgesamt 308 Soldaten übten im Rahmen der ATÜ ihre Fähigkeiten.

 

 

 

 

Kommando HFzLg HÖRSCHING verlegt [69]

 

Mit Jahresabschluss wurde die Verlegungung des Kommandos Heeresfeldzeuglager HÖRSCHING nach WELS abgeschlossen. Die neue Dienststelle hat den Namen Heeresfeldzeuglager WELS. Lediglich ein kleiner Teil einer Lagerabteilung HÖRSCHING blieb erhalten.