Administration
 
1947

Ein neuer Zivilflughafen entsteht [1]

 

Schon in der ersten Hälfte des Jahres 1947 setzten Bemühungen des Magistrates Linz ein, für die im Wiederaufbau befindliche Landeshauptstadt einen angemessenen Flugplatz zu erhalten. Der seit 1934 öffentliche Flugplatz Linz-Katzenau hatte im Zuge des Baues der Hermann-Göring-Werke sowie des Ausbaues der Hafenanlagen aufgelassen werden müssen. Trotz intensiver Bemühungen der österreichischen Behörden wurde von den Besatzungstruppen keine positive Entscheidung getroffen und ständig auf spätere Regelungen verwiesen.

 

 

Dritte Start- und Landebahn [12]

 

Im Festbuch "1200 Jahre Hörsching" von 1993 wird angemerkt, dass in den letzten Jahren der Besatzerzeit von den Amerikanern zwischen den beiden bestehenden parallele Betonpisten, eine  diagonal verlaufende Start- und Landebahn in Hinblick auf die mögliche Benützung des Flugplatzes durch strahlgetriebene Flugzeuge angelegt wurde. Diese sollte ein Länge von zusätzlichen 1.900 m zur Verfügung stellen. [1]

 

Unter der Quelle www.geheimprojekte.at findet man den Hinweis: Um auch Düsenflugzeugen eine sichere Start- und Landemöglichkeit zu gewähren, legten die Amerikaner zwischen den beiden parallel verlaufenden alten Startbahnen eine diagonale Betonpiste von 1.900 Meter Länge an. [29]

 

 

 

Plan OÖ Landesregierung 1955 [78]

 

 

 

Luftbild RAF 15.09.1944 [33]
Keine diagonale Start- und Landebahn ersichtlich

 

 

Als Auslöser für diese nicht bestätigten Informationen dürfte vermutlich das Buch "Die Fliegerhorste des Bundesheeres in Krieg und Frieden" von Erwin Pitsch aus dem Jahre 1992 sein. Zitat: "In den letzten Jahren der Besatzung war der Flugplatz auch für die eventuelle Stationierung von Düsenmaschinen der USAFE ausgebaut worden. Um die Start- und Landemöglichkeiten des Flugfeldes voll ausnützen zu können, legten die Amerikaner zwischen den beiden Betonpisten eine diagonal verlaufende Rollbahn an. Somit erreichten sie eine tatsächliche Start- und Landestrecke von ca. 1.900 m gegenüber der 1.500 m langen Startbahn 1." Dies ist definitiv falsch, wie der Plan von 1955 zeigt.

 

Nach langer gemeinsamer Beurteilung wird nach derzeitigem Wissenstand vermutet, dass es Ansätze zum Bau einer dritten Start- und Landebahn gab, welche bereits durch die Deutsche Luftwaffe begonnen, nach Abzug der USAF aber noch nicht realisiert worden war. [12, 14]

 

 

 

 

In Hörsching stationierte US-Truppen [18]

 

  • 4th Const Regiment - Hq & Hq Trp and Sv Trp (w/atchd Med)

  • 522nd Engr Sv Battalion - Hq & Hq Detachment

  • 578th Engr Util Company

  • 318th Disb Section

  • 1299th Labor Supervision Company - Hq

  • 7831st Sta Compl Unit

  • 52nd Ord Comp Group (Less Dets)

  • 174th Army Postal Unit (Type E)