Administration
 
1945

Hörsching überlaufen von ehemaligen Gefangenen [1]

 

Hörsching, 04.05.1945 - Bereits am 4. Mai 1945 wurde das KZ Außenlager durch die 71. US-Infanteriedivision befreit. Nach der Befreiung wurden hunderte dieser armen gequälten Personen in Krankenhauser nach Wels und auch auf den Fliegerhorst in die Sanitätsabteilung des US-Militärs gebracht. Wer noch gehen konnte verlies Gunskirchen und versuchte seine Heimat zu erreichen. Bei Kriegsende wurde der Ort von ehemaligen Gefangenen des Lager Gunskirchen überflutet, hauptsächlich ungarische Juden. Sie wurden im ehemaligen DAF-Arbeitslager, aber auch die Schule und Scheunen im Ort Hörsching untergebracht. Wegen Ausbruch von Fleckfieber wurde vom Gemeindearzt Dr. Hans Recheis im ehem. DAF-Arbeitslager ein Notlazarett eingerichtet, das später von den Amerikanern übernommen und mit deutschem Sanitätspersonal weitergeführt wurde.


Bei der Betreuung der Kranken wurde auch Dr. Hans Recheis und viele seiner Helferinnen mit Fleckfieber angesteckt, dem Dr. Recheis am 9. Juni 1945 erlag, während die jungen Helfer die Krankheit überlebten. Mit dem Opfer des eigenen Todes hat Dr. Hans Recheis eine Epidemie vom Ort abgehalten.

 

 

 

 

 

 

 

Die Besatzungszeit am Fliegerhorst beginnt [1, 3, 25]

 

Samstag 5. Mai 1945 - Altbügermeister Adolf Jarosch erinnert sich

 

Ich ging allein gegen 14 Uhr Richtung Bundesstraße. Beim Haus Haid Nr. 1 (vulgo Haidmichl) machte ich Rast. Der Besitzer, Josef Kasieczka sen., gesellte sich zu mir. Mittlerweile tauchten von Westen kommend Panzerfahrzeuge auf. Kein Zweifel, es sind Amerikaner, gefechtsbereit. Ein Panzerschütze mit Helm lugte aus einem halb geöffneten Panzerturm. Die Bundesstraße war dort noch gepflastert und so war das Getöse enorm. In großen Militärlastwagen und Jeeps folgte, ebenfalls gefechtsbereit, die Infanterie. Die lange Militärkolonne fuhr langsam in Richtung Neubau weiter.

 

 

Amerikanischer Panzerspähwagen M3A2 [3]

 

 

 

Als die Panzerspitze die Ortschaft Neubau erreichte, hörte man aus Richtung Traun länger dauerndes Artilleriefeuer. Später wurde bekannt, dass eine SS-Waffeneinheit, die sich aus dem Fliegerhorst abgesetzt hatte, die anrückenden Amis mit leichten Artilleriegeschützen beschoß. Schäden aus diesem Geplänkel ergaben sich anscheinend nicht. Mittlerweile hatte US-Militär über die Passauer Bundesstraße aus Oftering kommend, Hörsching erreicht. Sie durchschnitten die Stacheldrahtumzäunung der am westlichen Rand gelegenen zwei Baracken im DAF-Lager, wo kriegsgefangene Russen vom deutschen Militär bewacht wurden (die zwei Baracken brannten später nieder). 

 

Für den Ort Hörsching waren mit dem Abzug der Deutschen die Kriegswirren noch nicht vorüber. Der Ortsplatz war voller Leute, darunter auch die angeführten Russen. Fremdarbeiter aus Polen, Ukraine, Jugoslawien und der CSSR, bisher bei den Bauern, Betrieben und im Fliegerhorst und Umgebung beschäftigt, bildeten mit den Amis - wobei letztere durch die Uniform herausragten - ein äußerst buntes Bild. Emotionen schlugen hohe Wellen. Es wurde Verbrüderung gefeiert.

 

 

 

Die Ortschaft Hörsching wurde aus zwei Seiten besetzt

 

 

Ein US-Offizier im Range eines Oberstleutnant (Colonel) hatte das Kommando über den Fliegerhorst. Kurz nach dem Einzug auf dem Fliegerhorst befreiten die US-Soldaten die im ehemaligen DAF-Lager noch gefangen gehaltenen restlichen Häftlinge zu befreien. Damit Begann für den Fliegerhorst die Besatzungszeit. Am Nachmittag eröffneten versprengte SS-Soldaten aus einem Siedlungshaus in Hörsching das Feuer auf vorbeifahrende US-Soldaten. Die Folge waren sehr harte Maßnahmen seitens des US-Militärs. Jedes einzelne Haus in Hörsching wurde durchsucht und alle Männer, Soldaten und Zivilisten, aber auch Gendarmen wurden in die Kriegsgefangenschaft übernommen.  Waffen welche sichergestellt wurden, wurden an Ort und Stelle vernichtet. Ein Teil der Waffen wurde durch das US-Militär an die befreiten Russen übergeben. Diese machten sogleich im Ort reichlich Gebrauch davon.

 

 

 

 

 

 

Der Krieg ist offiziell zu Ende [3]

 

Hörsching, 07.05.1945 - Der kommandierende General der 65th US Infatnry Division, Major General Stanley E. Reinhart, verkündet mit Schreiben vom 07.05.1945 seinen Offizieren und Mannschaften das Ende des Krieges.

 

 

 

 

 

lesen - Quelle: www.lonesentry.com/65thbook

 

 

 

 

 

 

Ehemalige KZ-Insassen wurden in Hörsching untergebracht [1]

 

Von den Amerikanern wurden ab 10. Mai 1945 aus den verschiedensten Lagern, so z.B. aus Ebensee, zwischen 23.000 und 26.000 ehemalige KZ-Insassen und Kriegsgefangene - hauptsächlich Franzosen, Briten, Kanadier und Australier - nach Hörsching gebracht und in Zeltlagern im Fliegerhorst provisorisch untergebracht. Diese Leute wurden bis zum Abtransport in ihre Heimat mit amerikanischen „Care-Paketen" versorgt, die jedoch kein frisches Brot enthielten. Dieses Grundnahrungsmittel versuchten diese nunmehr in der Umgebung zu beschaffen. Dies mußte zu Schwierigkeiten mit den heimischen Bäckern und Bauern führen, die selbst über keine Reserven verfügten. Die Hörschinger lösten das Problem, indem sie die Geschäfte geschlossen hielten, um so die geringen Vorräte für die eigene Bevölkerung zu bewahren.

 

 

 

Typisches Care-Paket [12]

 

 

 

Mechanisierte Verbände der US treffen in Hörsching ein [8, 12]

 

Hörsching, 08.05.1945 - Das 4th Constabulary Regiment trifft in Hörsching ein und bezieht Unterkunft im Hangar 1. Diesem unterstehen die 4th and 24th Constabulary Squadrons. Das Headquarters der 4th Constabulary Regiment bleibt in Hörsching stationiert. Die 4th Constabulary Squadron wird in Wels und die 24th Constabulary in Ebelsberg stationiert.

 

 

4th Cav Rec Sq

 

 

 

Der erste amerikanische Kommandant des Fliegerhorst Hörsching [1]

 

Hörsching, 10.05.1945 - Adolf Jarosch wurde am Gemeindeamt Hörsching durch einen amerikanischen Leutnant abgeholt. Dieser teilte ihm in gebrochenen Deutsch mit "Mein Kommandant verlangt nach ihnen". Jarosch wurde mit einem Jeep zu einem Zeltlager hinter dem Gasthof Mandorfer gebracht.  Hier stand er dann vor einem "finster blickenden" amerikanischen Major. Dieser stellte sich selbst als Kommandant der Amerikaner im Horst vor. Sein Name war Mjr Salomon zu Rosenfield (Rosenfield war Reserveoffizier und im Zivilberuf Zahnarzt aus New York). Der Major übergab Jarosch ein Certifikat, welches ihn zum Bürgermeister von Hörsching bestellte.

 

 

 

 

Zustand des Fliegerhorstes nach der Übernahme [12,  38]

 

Bedingt durch die Luftangriffe, sowie die Tieffliegerangriffe auf den Fliegerhorst waren Teile der Geräte zerstört. Schäden direkt an Objekten konnten fast keine festgestellt werden. Durch die US-Luftaufklärugen wurden Luftaufnahmen des Horstes direkt nach der Übernahme gemacht.

 

 

 

Luftaufnahme im Bereich Fliegerwert und Hangar 1-3

 

 

 

Abgeschossene Me 109 neben Rollfeld

 

 

 

Überall Flugzeugwracks

 

 

 

Luftaufnahme aus Richtung Marchtrenk

 

 

 

Luftaufnahme aus Richtung Oftering

 

 

 

Luftaufnahme Hangar 2 mit Ju-88

 

 

 

Luftaufnahme mit Poollandschaft - heute MSZ

 

 

 

Objekt 11 Innenhof nach Tieffliegerangriff

 

 

 

Objekt 11 - Blickrichtung Objekt 13 (heute LuU)

 

 

 

Luftaufnahme der RAF vom 05.04.1945 - vor Einnahme des Horstes

(zum Vergrößern anklicken)

 

 

 

 

 

 

ME-262 - Aufnahme einer Crew der 8th Air Force vom Mai 1945

(zum Vergrößern anklicken)

 

 

 

 

He-219A - Aufnahme vom 05.09.1945

(zum Vergrößern anklicken)

 

 

 

 

 

Russen und Amerikaner begegenen einander an Fliegerhorst [1, 25]

 

Hörsching, 14.05.1945 - Kurz nach der Einnahme des Fliegerhorstes trafen sich im Rahmen einer militärischen Feier der kommandierende General des XX. US-Corps, General Walton H. Walker und der Kommandant der 4. Sowjetischen Gardearmee, Generalleutnant Nikanor D. Zachvataev. General George S. Patton, Kommandierender General der 3. US-Armee nahm die Parade ab.

 

 

 

Bei der Defilierung

 

 

 

 

Gen. Georg S. Patton und GenLt Zachvataev

 

 

 

Video 166. Sign Comp.

 

 

 

 

 

 

Kasernenbenennung durch U.S. Army [1]

 

Die Amerikaner benannten den Fliegerhorst nach einfachen Regeln kurz und bündig in "Hörsching Base" und in weiter Folge in "Hörsching Army Air Base". Auch wurden die Haupteinfahrt (Maingate) neu gestaltet.

 

 

 

 

Pläne der 522nd Enginees ServBn (1945) [3]

 

 

 

 

General George Smith Patton in Hörsching [12]

 

Hörsching, 19.05.1945 - General George Smith Patton, Kommandierender der 3. US-Armee trifft am Fliegerhorst Hörsching auf den eingesetzten US-Militärgouvaneur Generalmajor Stanley Eric Reinhard.

 

 

 

 

Kommandantengespräche auf höchster Ebene

 

 

 

 

 

 

121st Evaluation Hospital and the 28th Field Hospital Hörsching [12, 18]

 

Hörsching, 26.05.1945 - Unmittelbar nach der Übernahme des Horstes durch die Amerikaner wurde eine Feldversorgung für ehemalige KZ-Flüchtlinge in Form des 121st Evaluation-Hospital errichtet.

 

 

 

Der Sitz des Kommando war im der heutigen Feldambulanz

 

 

 

Unterbringung in Zelten vermutlich in einem Innenhof

 

 

 

 

 

 

Die Aufgaben übernahm Ärzte und Sanitätssoldaten des EvHosp, sowie jene des neu errichtete 28th Field Hospital der US-Air Force. Untergebracht in Zelten und teilweise festen Unterkünften versuchten die Ärzte und Sanitäter Hilfe zu leisten. Leider war sehr viel Mühe auch vergeblich. Das 3. Platton/Dept C/28th Field Hospital war für die Teile Hörsching zuständig. Das 1. Platton/Dept A für Wels und das 2. Platton/Dept B für Linz und Ebelsberg.

 

 

 

 

Unterbringung ehem. KZ-Häftlinge in Notunterkünften am Horst

 

 

 

Ärztliche Untersuchung von ehem. KZ-Häftlingen im Feldzelt

 

 

 

Unterbringung am Dachboder der Feldambulanz

 

 

Im Konkreten wurde Kaderpersonal der US Army und der US Air Force, sowie KZ-Flüchtlinge und Displaced Persons (DPs) behandelt. Die 28th Field Hospital beendete seine Arbeit am 31.08.1945 und wurde durch das 124th Station Hospital, sowie den milmed Teilen der 4th Cavalry Reconnaissance Squadron abgelöst. Im Zeitraum 26.05. - 31.08.1985 wurden 14.213 Patienten behandelt. Auf Grund der sehr großen Anzahl an Verstorbenen wurde die Gemeinde Hörsching zwangsweise veranlasst  Massengräber  auf dem Grund des Fliegerhorstes ausgeheben.

 

 

 

Ärztliche Bescheinigung des Ablebens

 

 

 

Vor dem MilKdo-Gebäude brannte es

 

 

 

 

 

 

17th Bomb Group in Hörsching gelandet [12]

 

Hörsching, 05.1945 - Im Mai 1945 ist die 17th Bomb Group der US-Force mit ihren Squadrons, der 34th Bomb Squadron, der 37th Bomb Squadron, der 95th Bomb Squadron, sowie der 432nd Bomb Squadron aus Dion, Frankreich kommend in Hörsching gelandet. Die 17th Bomb Group war mit B-17 und B-26 Bombers bestückt und an Luftangriffen auf Linz beteiligt. CO der 17th Bomb Group war Col. Wallance C. Barrett. Die 17th Bomb Group verlegte im Oktober 1945 wieder nach Frankreich und anschließend im November 1945 in die USA, wo sie deaktiviert wurde.

 

 

 

Die 17th Bomb Group und ihre Squadrons Patches

 

 

 

 

Rücktransport ehemaliger Kriegsgefangener und KZ-Insassen [1]

 

Bereits ab Mitte Mai begannen die 17th Bomber Group mit ihren „B 17"-Bombern mit dem Rücktransport ehemaliger Kriegsgefangener und Insassen von Konzentrationslagern. Ebenfalls waren bald nach der Besetzung die durch alliierte Bombenangriffe und den Artilleriebeschuß der letzten Kriegstage entstandenen Schäden an der Startbahn sowie Hangars und Kaserngebäuden beseitigt worden.

 

 

 

B-17 Flying Fortress beim Ausflug von Flüchtlingen [3]

 

 

Alleine am Pfingstsonntag dem 20.05.1945 wurden 12.000 Flüchtlinge und am Pfingstmontag, den 21.05.1945 14.000 Flüchtlinge in ihre Heimat rücktransportiert. Diese Flüge verringerten die Anzahl der Flüchtlinge am Horst auf ca. 6.000 bis 8.000 Flüchtlinge. Diese waren zum Großteil im ehemaligen DAF-Lager untergebracht.

 

 

Video - Ausschnitt OÖ Landesbibliothek

 

 

 

 

Blue Danube Network [3]

 

Mit Beginn Mai 1945 sendeten die US-Besatzer eigene Rundfunksendungen für ihre in Österreich stationierten Soldaten. In Österreich gab es insgesamt vier US-Sendestationen. In Wien (WOFA), Salzburg (KZCA) und in Linz (KOFA). Die KOFA Linz produzierte sogar Bänder, welche in den USA im Radio übertragen wurden. Die allererste Sendung der KOFA LINZ wurde direkt aus dem "Terrace Service Club" - dem Offizierskasino der USFA in Hörsching übertragen. Das genaue Datum ist nicht bekannt. Als Sendestation diente vermutlich ein mobiler Sendewagen, welchen die USFA im Einsatz hatten.

 

 

 

Hörprobe - Rise and Shine - 1945

 

 

 

 

 

Kleiner Brand im Fliegerhorst (Bürgermeister Adolf Jarosch) [1]

 

 

Bemerkenswert ein Vorfall, der noch in die Anfangsphase der Fliegerhorstbesetzung durch die Amis fiel. Es war an einem Junitag 1945, etwas nach Mittag, als uns ein Feueralarm im Fliegerhorst erschreckte. Unsere Freiwillige Feuerwehr im Ort Hörsching war rasch einsatzbereit. Das Feuerwehrauto fuhr los. Ich schloß mich an. In einem Verbindungsbau zwischen den Kasernen brannte es. Gelagerte Munition für Maschinegewehre explodienrte immer wieder. Fast gleichzeitig traf auch eine Abteilung der Fliegerhorst-Feuerwehr ein. Die Löscharbeiten gestalteten sich außerst schwierig. Ich wurde von einem jüngeren Franzosen, der einer alliierten Hilfsorganisation angehörte, mit einem Wortschwall überschüttet. Er trug Uniform. Er behauptete in gebrochenen Deutsch steif, fest und rechthaberisch "Das Feuer sei wahrscheinlich durch Sabotage entstanden, wenn ja, so hätten wir die Konsequenzen zu tragen". Ich verwehrte mich energisch beim amerikanischen Kommandanten gegen diese durch nichts bewiesene Beschuldigung. Erst später ergaben eingehende Untersuchungen, dass durch Fahrlässigkeit das Feuer entstand.

 

Die im Fliegerhorst einquartieren Pfleglinge hatten die Angewohnheit, im Freien kleine Feuerchen anzufachen um darauf, wahrscheinlich zwischendurch, kleine Imbisse zu zubereiten. Dabei kamen sie lose herumliegende Ministion zu nahe und lösten eine Explosion mit Flächenbrand aus. Gemeinsam wurde schließlich dem Feuer Einhalt geboten. Es entstand nur Sachschaden. Der US-Fliegerhorstkommandant zollte nachträglich unserer Feuerwehr für ihren raschen Einsatz Dank und Anerkennung.

 

 

 

Löschfahrzeug der FF Hörsching 1945 [26]

 

 

 

 

 

US-Airforce verlegt Truppenteile aus Italien auf den Fliegerhorst [18]

 

Hörsching, 26.07.1945 - Das HQ der 79th Fighter Group - "Falcons", mit der 85th Fighter Squadrons - "Flying Skulls" und der 86th Fighter Squadrons - "Commanches" verlegen mit ihren P-47 von Cesenatico, Italien auf den Fliegerhorst nach Hörsching. Die Bodentruppenteile verlegten über den Brenner-Paß nach Oberösterreich.

 

 

 

HQ 79th Fighter Group - Falcons

 

 

85th und 86th Fighter Squadron - Flying Skulls - Commanches

 

 

      

 

Ehemals Horstkommandantur - Übermalung - Ehemalige Headquartier der 79. Fighter Group

 

 

CO Lt. Col Martin, Gen Gladwin E. Pinkston, deputy CO Lt. Col. Robertson

 

 

 

 

Der erste PX wird eröffnet (heute Bekleidungskammer)

  

 

 

 

 

 

US-Airforce verlegt weitere Truppenteile aus Italien auf den Fliegerhorst [18]

 

Hörsching, 27.07.1945 - Die 87th Fighter Squadron - "Skeeters" der 79th Fighter Group verlegen mit ihren P-47 von Cesenatico, Italien auf den Fliegerhorst nach Hörsching. Die 79th Fighter Group gehörte während des 2. Weltkrieges zur 12. US-Airforce und wurde mit Beginn der Besatzungszeit der 9. US-Airforce unterstellt.

 

 

 

87th Fighter Squadron - Skeeters

 

 

 

 

P47 am Rollfeld - Symbolbild

 

 

 

 

Pierre Laval - ehemaliger Premierminister der französischen Vichy-Regierung landet in Hörsching [8, 12, 38]

 

Hörsching, 01.08.1945 - Der ehemaliger Premierminister der französischen Vichy-Regierung Pierre Laval landet am Fliegerhorst Hörsching mit einer JU-88. Laval war dem Nationalsozialismus sehr zugeneigt und unterstützte die deutsche Wehrmacht in Frankreich. Laval war bis 1944 Ministerpräsident. Danach wurde er gewaltsam nach Sigmaringen gebracht, wo er mit Marschall Pétain gemeinsam das Schloss Sigmaringen bewohnte, eine Exilmarionettenregierung mit Kabinettssitzungen und eigener Wache führte, bis er im Mai 1945 nach Spanien floh. Die Spanier wollten ihn aber nicht haben. Eine Ju-88 mit ehemaligen deutschen Piloten in Zivil flogen ihn dann aus Barcelona nach Hörsching zur Army Air Base. Laval wurde durch die US Army am Fliegerhorst in Begleitung seiner Gattin verhaftet.

 

 

 

 

Capt. Jeffrey Lynn, Maj. Henry Wood, Pierre Laval und Col. Roger B. Files (v.l.n.r.)
Pierre Laval wird einvernommen - die deutschen Luftwaffenpiloten in Zivil

 

 

 

 

Clotilde und Pierre Laval nach der Verhaftung auf der Army Air Base Hörsching

 

 

Auf Antrag von General Charles de Gaulle vom 30. Juli 1945 wurde er an die freien französischen Regierung in Paris ausgeliefert und dort wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Nachdem er bei einem erfolglosen Selbstmordversuch mit Zyankali im Gefängnis von Fresnes bei Paris versucht hatte, sich seiner Hinrichtung zu entziehen, wurde er medizinisch versorgt und dort am 15. Oktober 1945 erschossen.

 

 

 

 

Die gelandete Ju-88 vor dem Hangar 0 (Fliegerwerft)

 

 

 

 

 

 

Hoher Truppenbesuch der US Hochkommission [12]

 

Hörsching, 07.08.1945 - General Mark W. Clark, US Hochkommissar für Österreich, landet am Fliegerhorst Hörsching. Er trifft unter anderem mit dem US-Militärgouverneur von OÖ, General Stanley E. Reinhart und dem Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone Generals Dwight D. Eisenhower zusammen.

 

 

 

General Clark und General Eisenhower in Hörsching

 

 

 

 

 

 

Night Fighter Sqadron gelandet [8, 12]

 

Hörsching, 13.08.1945 - Die 416th Night Fighter Sqadron mit ihren P-61 ist am 13.08.1945 in Hörsching angelandet. Die Stationierung war allerdings von sehr kurzer Verweildauer. Die Sqadron verlegte bereits am 20.08.1945 nach Schweinfurth in Deutschland.

 

 

 

416th Night Fighter Sqadron

 

 

 

 

 

US-Airforce verlegt Truppenteile aus Deutschland auf den Fliegerhorst [18]

 

Hörsching, 16.08.1945 - Das HQ 371st Fighter Group mit der 404th, 405th and 406th Fighter Squadrons verlegen mit ihren P-47 von Fürth, Deutschland nach Hörsching. Die 371st Fighter Group verließ Hörsching am 16.09.1945 den Fliegerhorst Richtung Deutschland und kehrte am 09.11.1945 in die USA nach Camp Shanks, NY zurück, wo sie am 10.11.1945 deaktiviert wurde.

 

 

 

404th, 405th and 406th Fighter Squadrons

 

 

 

 

 

 

 

Landung der 142d Fighter Wing in Hörsching [8, 12]

 

Hörsching, 16.08.1945 - Die Teile der 142 Fighter Wing landen aus Frankreich kommend am Fliegerhorst. Ausgerüstet war die Wing mit "Republic P-47D-28-RE Thunderbolt". Die Wing verlegte im September wieder nach Frankreich zurück. In weiterer Folge wurde diese Wing am 30.08.1946 in den USA aufgelöst und am 01.11.1950 ebendort neu aufgestellt.

 

 

 

142d Fighter Wing

 

 

 

 

DP Siedlung Hörsching - ein Flüchtlingscamp [1]

 

Nachdem alle ehemaligen Gefangenen aus dem ehemaligen DAF-Arbeitslager Hörsching abgezogen waren, wurde es ab 17. August 1945 als Flüchtlings- und Durchgangslager für Flüchtlinge aus dem Osten und Südosten benützt. Es war mit etwa 1.500 Volksdeutschen belegt. Dadurch kamen große karitative Aufgaben auf die Gemeinde und die Pfarre Hörsching zu, die nur durch die Zusammenarbeit vieler guter Pfarrangehöriger und der Mithilfe der Diözesan-Caritas bewältigt werden konnten [1].

 

 

 

DP Siedlung 60 Hörsching [1]

 
 

 

 

Absturz beim TakeOff in Hörsching [18]

 

Hörsching, 30.10.1945 - Eine Northrop P61B-15-NO Black Widow, SN 42-39684 der 416th Night Fighter Squadron stürzt unmittelbar nach dem Start zufolge Motorschaden ab. Der Flug hätte nach Italien gehen sollen.

 

 

 

Diese Maschine stürzte beim Take Off ab

 

 

 

 

 

 

Bilder 1945 - Eindrücke aus der Sicht der Kriegegefangenen

  • Der Fliegerhorst von Oben
  • DP wurden auch am Horst untergebracht
  • Sanitätszelt der US Army zwischen den Objekten
  • Kriegsgefangener vor dem Hangar 2
  • Ehemalige KZ-Insassen campieren am Horst
  • Eine alte, deutsche Beschriftung
  • Von Franzosen weggegebene Kleidung war sehr begehrt
  • Franzosen waren auf den Abflug
  • Warten und warten auf den Abflug
  • Auf gehts nach Paris
  • Ansammlungen neben kaputten deutschen Jagdmaschinen