Administration
 
1944


FlAK-Einheit wurden vermehrt aufgestellt [42]

 

Mit Beginn des Luftkrieges über Österreich wurden auch die inmitten von Industriegebieten und bei Verkehrsknotenpunkten liegenden Flugplätze Wels und Hörsching, die bei der Abwehr alliierter Bomberverbände eine wichtige Rolle spielten, in Mitleidenschaft gezogen. Zum Schutz des in der Nähe der Gauhauptstadt Linz liegenden Fliegerhorstes Hörsching gingen schwere Flak-Einheiten in Stellung. Außerdem wurden für Flugzeuge, die nicht zur Bekämpfung feindlicher Maschinen eingesetzt wurden, besondere Vorkehrungen getroffen ( siehe Aussenanlagen).

 

 

Symbolfoto - FlAK-Einheiten in Stellung

(aus Buch Fliegerhorst Ostmark 1941)

 

 

 

 

 

 

Wr. Neustädter Flugzeugwerke - Erprobungsstelle Hörsching [1, 2, 8, 29]

 

Infolge der erforderlichen Dezentralisierung der deutschen Flugzeugindustrie wurden auch in Hörsching Erprobungsstellen für Versuche mit neuen Flugzeugtriebwerken und Flugzeugtypen eingerichtet. Es erfolgten Flugversuche mit den verschiedensten Strahltriebwerken, so auch mit einem auf einer Dornier Do 217 aufgebauten Staustrahltriebwerk des Professor Eugen Sänger [1]. Ebenso erprobten die Wiener Neustädter Flugzeugwerke hier die Me 328A/B und das "Mistel-Verfahren" [2].

 

 

 

Logo der Wr. Neustädter Flugzeugwerke 1940 [12]

 

 

Info zum Mistelverfahren:

 

Die Messerschmitt Me 328 war ein von der Messerschmitt AG und der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug projektiertes einsitziges Jagdflugzeug ohne eigenen Antrieb, das im Mistelschlepp an den feindlichen Bomberverband herangeführt werden und dann im Gleitflug seine Angriffe durchführen sollte.

 

 

 

Mistenschleppverfahren - Huckepack

 


Das Flugzeug erhielt die Bezeichnung Me 328 A. Mit der konstruktiven Ausarbeitung dieses Jagd-Gleiters wurde die Segelflugzeugbau Jacob Schweyer beauftragt. Für den Masseneinsatz wurde das Muster unter Verwendung von zahlreichen Holzteilen aufgebaut. Die Bruchversuche mit der Zelle verliefen zur vollen Zufriedenheit. Nachdem in der V1 mit Erfolg Pulso-Schubrohre eingebaut worden waren, sollten diese auch in der Me 328 eingebaut werden. Diese Version sollte die Bezeichnung Me 328 B erhalten. Ende 1943 wurde mit der Konstruktion der mit zwei Argus-As-014-Schubrohren ausgerüsteten Me 328 B begonnen. Zugunsten einer Schlachtfliegerausführung, die eine 500-kg-Bombe an einem Gestell unter dem Rumpf mitführen konnte, sollte von einem Einsatz als Jäger abgesehen werden.

 

Nachdem damit gerechnet wurde, dass die Alliierten eine Invasion auf dem Festland versuchen werden, wurde eine SO-(Selbstopferungs-)Gruppe gegründet. Deren Führung entschied, die Me 328 B zu verwenden. Anstelle der 500-kg-Bombe unter dem Rumpf sollte ein Lufttorpedo als Kampfkopf im Bug eingebaut werden. Es war beabsichtigt, jeweils ein Landeschiff der Invasionsflotte mit einem SO-Flugzeug zu versenken. Der erste Prototyp der B-Reihe, die Me 328 V-1, ging im Frühjahr 1944 in die Flugerprobung. Erste Versuche wurden von Hanna Reitsch, Erich Klöckner und Heinz Kensche ohne Triebwerke in Hörsching bei Linz durchgeführt. Eine Do 217 E schleppte die Me 328 im Mistelverfahren auf 3000 m bis 6000 m Höhe. Die Flugeigenschaften waren nicht besonders gut, reichten aber für den vorgesehenen SO-Zweck aus. Danach wurden zwei weitere V-Muster gebaut und mit zwei Argus-Schubrohren ausgerüstet. Wegen der von den Schubrohren auf die Zelle übertragenen starken Schwingungen wurde die Erprobung aber nach dem ersten tödlich verlaufenen Absturz abgebrochen.

 

 

Hanna Reitsch
(erster weiblicher Flugkapitän und Testpilotin der DLW) [8]

 

 


Da die durch Schubrohre angetriebene Me 328 B ein Misserfolg war, sollte das Muster für eine im Rumpf liegende Jumo-004-Strahlturbine umkonstruiert werden. Das Projekt wurde aber nicht weitergeführt. Die SO-Gruppe war inzwischen auf das Reichenberg-Gerät, eine bemannte V1, umgestiegen. Die Me 328 B war ein zweistrahliges Selbstopfer-Gerät. Unter den Tragflächen waren zwei Argus As 014 intermittierende Pulso-Schubrohre mit 2 × 360 kp Schub eingebaut, die dem Flugzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 805 km/h verliehen bei einer Reichweite von 485 km. Die Maschine war ein freitragender Mitteldecker mit zweiteiligem einholmigem Flügel in Holzbauweise, mit einem Holm aus Stahlrohren, Vorflügel und abnehmbarem Randbogen. Landeklappen waren zwischen Querruder und Rumpf angebracht.

 

 

Modell Me-328b [12]

 

 

Der Rumpf war ein Leichtmetallschalenrumpf mit kreisrundem Querschnitt. Die Steuerung erfolgte über ein freitragendes Normalleitwerk in Holzbauweise, für das Teile des Holzleitwerks der Messerschmitt Bf 109 verwendet wurden. Das Fahrwerk war eine durch ein Federbein abgefederte Zentralkufe für die Landung. Gestartet wurde auf einem abwerfbaren Zweiradfahrgestell. Die Besatzung bestand aus einem Piloten in geschlossener Kabine. Das Flugzeug war mit einem Lufttorpedokampfkopf (500 kg) im Bug bewaffnet [8].

 

Zu diesen SO-Einsätzen kam es jedoch nie. Das Projekt wurde wegen schlechten Flugeigenschaften des Gerätes, Unfällen bei der Triebwerkserprobung und eines Verbotes der Selbstopferungseinsätze durch Adolf Hitler persönlich, eingestellt [29]. Zu diesem Zeitpunkt existierte bereits eine SO-Gruppe von ca. 70 Freiwilligen die bereit waren, ähnlich den japanischen Kamikaze-Fliegern, sich auf alliierte Ziele zu stürzen [25].

 

Siehe auch DFS-Versuche in Hörsching

 

 

 

 

 

 

Kampfgeschwader 76 gänzlich verlegt nach Hörsching [25]

 

Am 6. März 1944 verlegte das Kampfgeschwader 76 von der Westfront nach Hörsching, von wo es Anfang Juni nach Alt Lönnewitz/ Sachsen zur Umrüstung des gesamten Geschwaders auf das düsengetriebene Bombenflugzeug Arado 234 abgezogen wurde. Insgesamt übernahm das Geschwader ab 7. Juni 1944 132 Ar 234 und war damit das einzige Geschwader das mit diesem Flugzeugmuster flog. Durch die Verschärfung des Luftkrieges über dem Reichsgebiet bedingt kamen auch Jagdverbände von diesem Flugplatz aus in den Einsatz gegen alliierte Bomberverbände [25]. 

 

 

 

 

Flugbuch 1944 - Hörsching

 

 

 

 

 

 

Neuer Kommandant der Kampfbeobachterschule 2 [2]

 

Am 28. Juni 1944 erfolgte die Einteilung von Oberst Erich Kaufmann zum Kommandant der Kampfbeobachterschule 2. Am 17. August 1944 erfolgte die Ablöse durch den neuen Kommandanten Oberstleutnant Friedrich-Karl Knust, welcher bis September 1944 die Schule führte. Oberst Hans Steinweg war beginnend ab September 1944 der letzte Kommandant der Kampfbeobachterschule 2 in Hörsching.

 

 

 

 

 

Erster Luftangriff auf Hörsching [1]

 

Hörsching  erlebte   die  ersten   Luftangriffe  am Sonntag, dem 19.  November 1944. Es war ein nebeliger Tag.  Mittags  lichteten  sich  die  Nebelschwaden.  Zaghafte Sonnenstrahlen  kamen  durch.  Fliegeralarm, Radiomeldung: Feindliche Flugzeugstaffeln  sind  über  Bayern  im  Anflug  gegen  die  Ostmark. Die Bilanz: 19 Zivil- und Militärtote. Die Anzahl der verletzten Soldaten ist nicht bekannt.

 

 

 

 

 

 

Zweiter Luftangriff auf Hörsching [1]

 

Eine Woche später, am Samstag, dem 25. November 1944 erfolgte ein weiterer Bombenabwurf nachts über Hörsching. Um 22.10 Uhr gab es Fliegeralarm,  man  hörte  jedoch  keine  Detonation.  Am nächsten  Tag  sah  man  am  Sportplatz  in der Gemeinde zwei  Einschlaglöcher. Auch im Fliegerhorstgelände fielen mehrere Bomben. In beiden Fällen handelte es sich um 500 kg schwere Bomben, die nicht explodierten.

 

 

 

 

 

 

 

Landeshauptstadt Linz erstmals bombardiert [1]

 

Am 25. Juli 1944 wurde Linz erstmals von einem alliierten Bomberverband angegriffen. Ab dieser Zeit bis Kriegsende flogen die Alliierten gegen den Großraum Linz vermehrt Bombenangriffe, von denen jedoch nur ein Teil gegen den Fliegerhorst selbst oder dessen Umgebung gerichtet war. Die Luftangriffe gegen den Fliegerhorst selbst richteten sich in erster Linie gegen die militärischen Anlagen und weniger gegen die Flugplatzeinrichtungen.

 

 

Angriff auf die Landeshauptstadt Linz

 

 

Luftaufnahme Bombenabwurf Linz  [30]

 

 

Die für die Bomberverbände Begleitschutz fliegenden Jagdflugzeuge wurden in der Regel nach dem Bombenangriff in „freier Jagd" entlassen und griffen nun ihrerseits mit ihren Bordwaffen im Tiefflug Ziele an. Ein derartiger „Tiefflieger" griff am 30. September 1944 im Anschluß an einen alliierten Bombenangriff nach der „Entwarnung des Fliegeralarmes" wehrlose Hörschinger Zivilbevölkerung auf den Gemeindestraßen an. 

 

 

 

 

 

 

Erster direkten Angriff auf den Horst [42]

 

Von den 22 Luftangriffen, die auf den Raum Linz durchgeführt wurden, richtete sich nur ein Teil gegen den Fliegerhorst und seine Umgebung. Der fünfte Angriff auf die Gauhauptstadt Linz galt vorwiegend militärischen Objekten und erst beim sechsten Angriff auf Linz, am 19. November 1944 wurde hauptsächlich der Militärflughafen Hörsching bombardiert. Dieser Angriff kam etwas überraschend, da er bereits 19 Minuten nach der Vorwarnung erfolgte. Er dauerte fast eine halbe Stunde.

 

Als sich die Luftangriffe auf Linz immer mehr häuften und an Heftigkeit zunahmen, war die Bevölkerung  der Gauhauptstadt immer weniger gut auf die Besatzung des Fliegerhorstes zu sprechen, da jedesmal vor dem Ertönen der Sirenen die Motorengeräusche der deutschen Flugzeuge verstummten und kein Jagdflugzeug mehr zu sehen war. Tatsache war jedenfalls, dass für die Dauer der alliierten Angriffe dieser Raum für eigene Flugzeuge wegen des Sperrfeuers der um und in Linz stationierten Flak-Batterien gesperrt wurde. Ein weiterer Grund war, dass die wenigen noch verfügbaren Jagdmaschinen bereits weit vor dem Linzer Luftraum, etwa im Vorfeld der Niederen Tauem oder im Raum Lilienfeld Mariazell die einfliegenden Bomber angriffen.

 

 

 

FlAK 18 - Symbolbild [02]

 

 

 

 

 

 

Teile der Kampfbeobachterschule 3 aus Tutow nach Hörsching verlegt [57]

 

Am 03.09.1944 verlegten die letzten Absolventen des Lehrganges für Kampfbeobachter der 4. Schülerkompanie / KBS 3 aus Tutow in Deutschland nach Hörsching. Wie ein Zeitzeuge, Herr Karl Heinz Flohr aus Wedel in Deutschland mitteilte, wurden die Absolventen zur 1. Schülerkompanie / I. Gruppe der Kampfbeobachterschule 2 versetzt und am 21.11.1944 in der II. Gruppe / KBS 2 an die 8. Schülerkompanie (umbenannt) übergeben.

 

 

 

Bild links: Unteroffizier Karl Heinz Flohr
Bild rechts: 
Junkers 88 mit Staurohr und Dipoldantenne am Flugplatz Malacky - vermutlich NJG 100

 

 

Auf Grund der Vorgänge in der ehemaligen Tschechoslowakei, bekannt unter dem Namen „SNA - Slowakischen Nationalaufstandes“, wurde am 06.11.1944 die II. Gruppe der KBS 2 aus Hörsching nach Malacky verlegt. Ziel der Verlegung war die Verstärkung der dort eingesetzten Gruppen zur Partisanenbekämpfung. Gemäß Information Hr. Flohr wurden Wälder durchkämmt und ganze Dörfer nach Waffen und Freischärler durchsucht. Zu diesem Zeitpunkt waren die Kämpfe gegen die SNA allerdings bereits beendet.

 

Nach anfänglichen Erfolgen wurde die II. Gruppe / KBS 2 – nunmehr in Malacky stationiert – selbst Ziel der Angriffe der anfliegenden US-Luftverbände und wurde mit Beginn des Jahres 1945 aufgelöst. Die Mannschaft selbst wurde wieder nach Hörsching verlegt. Wie Herr Flohr weiter berichtete, wurde die Mannschaft am 15.03.1945 zum 14. Fallschirmjägerregiment / 8. Kompanie versetzt.

 

Ein herzlicher Dank an den ehemaligen Weltkriegsteilnehmer, Herrn Karl Heinz Flohr aus Wedel in Deutschland - Jahrgang 1923,  für sein Schreiben vom 31.03.2014, in welchem er seinen Einsatz am Fliegerhorst Hörsching mitteilte.

 

 

 

 

 

 

Beginn der Versuche mit dem Höhenfernaufklärer DSF228 Narval [8, 12, 48]

Im Oktober 1944 begann die Flugerprobung der DFS V-1 in Hörsching. Beim ersten Start war Fritz Winter am Steuer der Do-217 KO3 und Dipl. Ing. (Gretchen) Ziegler in der DFS 228. Beim ersten Versuch in diesem Mistelverfahren wurden die Maschinen noch nicht getrennt. Beim 2. Versuch wurde der Verbund dann in 4000m Höhe getrennt. Der Versuch klappte genauso wie der erste. Die Maximale Trennhöhe lag bei 9500m.  Weitere Infos.

 

 

 

Der Narwal ist in Hörsching gelandet

 

 

 

 

 

 

Verbände kommen und gehen in dieser schweren Zeit  [2]

 

Im November 1944 wurde das Kampfgeschwader 217 von der Ostfront kommend nach Hörsching und Wels verlegt, um für den Jagdeinsatz umgeschult zu werden. Ende 1944 kamen das Schlachtgeschwader 101 (S.G. 101) und die III. Gruppe der Stuka-Schule 1 zur Umschulung auf die Focke-Wulf FW190 nach Hörsching. Zur gleichen Zeit kamen 2 Gruppen das K.G.27 "Boelke" von der Front im Weichselgebiet nach Hörsching (3. Gruppe nach Wels) und wurden auf Jagdmaschinen umgeschult. Die neue Bezeichnung lautete K.G.(J)27, die in Hörsching liegenden Gruppen (I und II) wurden auf die Me 109 und die Welser Gruppe (III) auf die FW 190 umgerüstet [29].

 

Im März  1945  flog das Geschwader "Boelke" im Raum Linz  Jagd-Einsätze gegen US-Bomberverbände. Im November 1944 wurde das K.G.27 "Boelcke" von der Ostfront, wo es Einsätze im Weichselgebiet geflogen hatte, zwecks Umschulung für den Jagdeinsolz nach Hörsching und Wels zurückgeführt. Die Standorte des nun als K.G.(J)27 bezeichneten Verbandes waren: I. und II. Gruppe in Hörsching (Me-109) und die III. Gruppe (Fw-190) in Wels. Die dem Geschwader zugeteilte Luftnachrichtenkomponie (mot.) unter Hptm. Nöthke, war auf Marchtrenk, den Fliegerhorst Hörsching und FlH Wels, aufgeteilt. Mit dem Näherrücken der Fronten gelangten immer mehr Einsatzverbände nach Hörsching [42].

 

 

 

Ju-87 Stuka und Potenz 63 vor Hangar 3

 

 

 

Die Auflösung des KG  (J)  27 erfolgte mit 8. April  1945. Von Hörsching und Wels aus verlegte das Personal  der ehemaligen K.G. 27  in den Raum Semmering-Wechsel,  wo es mit Gebirgsjägern, Panzerjägern, Volkssturm, Marine-Angehörigen (vom ehemaligen Hafenkommando Odessa, sowie einer U-Boots-Besatzung) u.a. als Kampfgruppe Semmering", später als 9.Gebirgs-Division im Erdeinsatz kämpfte [25]. Auch das Schlacht-Geschwader 103 lag mit einer Gruppe auf dem Platz.

 

 

 

 

Ende 1944 verlegte das Schlachtgeschwader 101 (ehemalige Stuka-Schule) mit der III. Gruppe zur Schulung mit der Focke Wulf 190 nach Hörsching. Die Auflösung des SG 101 erfolgte mit Wirkung vom 27.Dezember 1944 [25]. 

 

 

 

Ausgangsschein 1944 [3]

 

 

 

 

 

 

Schiessfibel der Deutschen Luftwaffe [33]

 

Im Juni 1944 gab die Deutsche Luftwaffe eine eigene Schiessfibel für Flieger heraus. Diese wurde unter der Vorschriftennummer D.5001 herausgegeben und durfte zum Feindflug nicht mitgenommen werden [12].

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausschnitt Luftkarte Bodenorganisation Nachtjagd vom August 1944

 

 

 

 

 

 

Sonderkommando CONDOR - KG200 [3 - Schmidt]

 

Nach einem uns vorliegenden Bericht eines ehemaligen Bordtechnikers, Hr. Oberingenieur Eberhard Schmidt, wurde dieser im Herbst 1944 zum Sonderkommando Condor der KG200 nach Hörsching versetzt. Interssant ist dies deshalb, da Herr Schmidt nachweisen konnte, dass in Hörsching eine amerikanische B-24 Liberator unter deutschem Kommando (Beuteflugzeug) stationiert war.

 

 

 

Die B-24 wurde durch Schmidt in Dessau (im Mittelpunkt des Dreiecks MAGDEBURG - HALLE - POTSDAM) zur Überstellung nach Hörsching übernommen. Der genaue Tag ist leider nicht mehr eruirbar. In Hörsching wurde der B-24 eine eigene Halle (Nr. 5) zugewiesen.

 

Laut vorliegenden Information wurde die B-24 für Meßflüge diverser Ortungs- und Zielgeräte der Luftabwehr sowie zur Schulung deutscher Besatzungen verwendet. 1945 sollte diese B-24 berühmt werden. Sie war das absolut letzte Flugzeug das den Fliegerhorst verlies.

 

 

 

ObIng. Uffz Eberhard Schmidt übernahme diese B-24 Liberator in Dessau

 

 

 

 

 

 

Auflösung der Kampfbeobachterschule 2 [42]

 

Mit Wirkung 28. Dezember 1944 wurde die Kampfbeobachterschule 2 Hörsching aufgelöst.

 

 

 

 

 

 

Stationierungen 1944 in Hörsching und Raffelding (Zugehörigkeit nach Hörsching)

 

 

von bis Truppenteil Flughafen Anmerkung Flugzeugtypen

01.09.1938

 

Flugplatzbetriebskompanie

HÖRSCHING

   

01.09.1938

 

Heimatwachzug

HÖRSCHING

   

01.09.1939

 

Luftnachrichtenstelle Hörsching

HÖRSCHING

   

01.01.1940

 

Landschützenkompanie 13/XVII

HÖRSCHING

   

01.01.1940

 

2.Kp/Luftwaffenbergebataillon 9

HÖRSCHING

   

01.09.1940

 

FlH.Kdtr. (A)/8/XVII

HÖRSCHING

   

01.01.1941

 

Gefangenlager Verwaltung

HÖRSCHING

   

23.11.1941

 

KG z.b.V. 300

HÖRSCHING

Aufstellung in HÖRSCHING

Ju-52

10.08.1942

15.01.1945

Stab/KBS2

HÖRSCHING

Aufgelöst am 15.01.1945

Ar 79, Bf 109, Bü 131, Do 18, Do 23, Do 217, Fw 44, Fw 58, He 111, Ju 52, Ju 86, Ju 88, Ju W34

10.08.1942

15.01.1945

 I. Gruppe/KBS2

HÖRSCHING

Aufgelöst am 15.01.1945

Ar 79, Bf 109, Bü 131, Do 18, Do 23, Do 217, Fw 44, Fw 58, He 111, Ju 52, Ju 86, Ju 88, Ju W34, Potez 63

10.08.1942

28.12.1944

II. Gruppe/KBS2

HÖRSCHING

Aufgelöst am 28.12.1944

Ar 79, Bf 109, Bü 131, Do 18, Do 23, Do 217, Fw 44, Fw 58, He 111, Ju 52, Ju 86, Ju 88, Ju W34

01.09.1942

28.04.1945

Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug (DSF)

HÖRSCHING

Auflösung der Tle HÖRSCHING

Ju 52, He 111, Do 217E, Mistel- und Schleppversuche mit He 111/280 V7, Do 217 K/Me 328, DFS 228 V1, Luftbetankungsversuche

20.12.1942

 

FlH.KdoBereich WELS "KoFlug"/XVII

HÖRSCHING

WELS und HÖ wird von HÖ befehligt

 

15.10.1943

10.05.1944

FFS A 72

RAFFELDING

Außenstelle von Markersdorf

Klemm L 20, Albatros L 101, Bü 131, Bü 133, Bü 181, Fw 44, He 72, Kl L 25, Kl L 26, Kl 32, Kl 35

15.10.1943

09.01.1945

FFS A 123 

RAFFELDING

Außenstelle von Graz-Thalerhof

Ar 65, Ar 66, Ar 68, Ar 76, Ar 96, Fi 156, Fw 56, Go 145, He 42, He 60, He 114, Fw 58, He 70, Ju F 13, Ju W 33, Ju W 34, Si 204

25.11.1943

09.04.1944

III. Staffel/KG 76

HÖRSCHING

Auflösung in HÖRSCHING

Ju-88A

01.01.1944

03.05.1945

Erprobungsstelle WNF

HÖRSCHING

Me 328 - Mistelverfahren

Me-328

10.03.1944

08.06.1944

I. Staffel/KG76

HÖRSCHING

 

Ju-88A

10.06.1944

05.09.1944

JGrp 101

RAFFELDING

(HU)

Bf 109G

01.08.1944

16.04.1945

I. Staffel/JG 105

RAFFELDING

 

Bf 109G

01.08.1944

31.01.1945

II. Staffel/SG 103

HÖRSCHING

 

Ar-96, Ju-87, Fw 190

01.10.1944

04.04.1945

II. Staffel/KG(J) 27

HÖRSCHING

Auflösung in HÖRSCHING

Bf 109 K4, G-10, G-10/R6

14.10.1944

08.04.1945

I.Staffel (J)/JG 27

RAFFELDING

 

Bf 109 G-10, G-10/R6, K-4;G-12

01.11.1944

30.04.1945

I. Staffel/KG 27

RAFFELDING

Umschulung auf Me 262-A1

Bf 109G

01.11.1944

04.04.1945

I. Staffel (J)/KG 27

HÖRSCHING

Umschulung auf Me 262-A2

Bf 109 G-10, G-10/R6, K-4;G-12

01.11.1944

 

KG 217

HÖRSCHING

 

He-111

02.11.1944

29.11.1944

Stab(J)/KG 27

RAFFELDING

 

Bf 109G

01.12.1944

 

GS 101

HÖRSCHING

 

Fw 190

 

 

Quelle: Lexikon der Wehrmacht, asisbiz.com, geheimprojekte.at