Administration
 
1941

 

Das RAB Lager Frindorf [1, 12]

 

Im Frühjahr werden rund 800 Polen in einem Lager in Frindorf untergebracht. Das RAB Lager Frindorf war ein Zwangsarbeitslager für den Bau der Reichsautobahn. Die Bewachung erfolgte vermutlich durch Wachmannschaften aus Hörsching und/oder Wels.

 

 

Aufnahme Hörsching 1941 - Wegweiser RAB Lager Frindorf [1]

 

 

Wegweiser zum RAB Lager Frindorf in Hörsching [1]

 

 

 

 

 

DAF-Arbeitslager Hörsching [12, 40]

 

Im ehemaligen DAF-Arbeitslager Hörsching werden französische Kriegsgefangen eingeliefert. Laut Pfarrchronik werden diese "gut gehalten" und auch katholische Gottedienst konnte ohne Widerstand der Luftwaffe im Gefangenlager abgehalten werden. Im Spätsommer kamer dann viele russiche Krieggefangene in das Gefangenenlager Hörsching. Zumeist "ausgemergelte Gestalten", die sich im Lager Hörsching bald erholten, während im Lager Frindorf viele verstarben. Die Toten wurden anfangs am östlichen Waldrand des Kirchmayrgutes begraben und später 1948 am Friedhof in St. Martin beigesetzt.

 

 

 

 

Tag der Deutschen Wehrmacht [5]

 

Hörsching, 23.04.1941 – 12.000 Besucher kamen der Einladung der Wehrmachtsführung nach und besuchten den „Fliegerhorst Oberdonau“. Es wurde Unterhaltung für Junge und Alte geboten. So z.B. konnten begeisterte Jugendliche im Drehkorb eines FlA-MG Platz nehmen und mit Platzpatronen feuern. Die Älteren interessierten sich für die ausgestellten Flugzeuge, wie die französischen Beutemaschinen vom Type „Morane“ und „Potez“. Natürlich waren auch am Horst stationierte Flieger zu besichtigen.

 

 

 

Ankündigung in der Tagesport vom 19.03.1941 (Faksimile grafisch geändert)

 

 

Vor den Hallen war leichte und schwere FlAK aufgebaut. Geschützexerzieren wurde vorgezeigt. Es konnten die Unterkünfte, die Kantine und das neu eröffnete Offizierskasino besichtigt werden. In der riesigen KDF-Halle spielte eine aus Soldaten bestehende Musikkapelle zum Tanz auf. 5.000 Portionen Eintopf und 3.000 Paar Würstel, sowie 20 Hektoliter Bier wurden an diesem Tage ausgeschenkt.

 

Es wurden selbstgefertigte Modellflugzeuge, handgravierte Wappenschilder und Briefbeschwerer mit Miniaturbomben verkauft. Ein ganz großer Teil des Programmes, die fliegerische Vorführung, fiel allerdings aus. Lediglich über Linz kamen Flugzeuge zum Einsatz. Gezeigt wurde auch Aufnahmen vom Bombardement von „Coventry“ und „Cardiff“ in England. Die entsprechenden Bildgeräte konnten besichtigt werden. Im Kinosaal des Fliegerhorstes, in dem täglich die Wochenschau gezeigt wurde, gab es Vorführungen die gerne besucht wurden.

 

 

 

Originalbericht Tagespost vom 24.03.1941 (klicken)

 

 

Die Gesamtleitung der Veranstaltung am Horst hatte Fliegeroberleutnant Bühner. Für das leibliche Wohl sorgten die Regierungsinspektoren Strohmaier und Lachner. Leutnant von Koeber, der die Pressestelle führte, war mit der Veranstaltung sehr zufrieden.

 

 

 

 

Zuführung von Einsatzverbänden in die Ostmark [12]

 

Auf Befehl am 28. März 1941 vom Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Reichsmaschall Hermann Göring, wurden der LFl.4 kampfstarke Einsatzverbände zugeführt. Dies waren acht Kampfgruppen, sieben Sturzkampfgruppen, acht Jagdgruppen, zwei Zerstörergruppen, eine Schlachtfliegergruppe und drei Fernaufklärerstaffeln - insgesamt 1.001 Maschinen (davon 873 einsatzbereit).


In Österreich waren davon stationiert die 4.(F)/Aufkl.Grp.121 in Seyring, die Erg.Jagdstaffel 27 in Götzendorf, das K.G.2 in Zwölfaxing, das III./K.G.3 in Münchendorf, das II./K.G.4 in Wien-Aspern, das K.G.51 in Wr.Neustadt und Schwechat sowie Stab & II./J.G.54, II./StukaG.77, Stab/StukaG.3 und I./J.G.27 alle in Graz-Thalerhof. Der Rest der Verbände war in Ungarn und Rumänien verteilt.
 

 

 

 

 

Tag der Luftwaffe auf Fliegerhorst Hörsching [5]

 

Hörsching, 25.05.1941 - Zu einem Tag bei der Luftwaffe lud die Luftwaffenführung aus Hörsching ein. Zehntausende nahme die Einladung zu einem Besuch am Fliegerhorst an und konnten sich so mit eigenen Augen sehen, was bisher nur in OKW-Berichten berichtet wurde.

 

 

Auszug Tagespost vom 29.05.1941

 

 

Ju87 Stuka, He-111, Ju-52 und andere Flugzeuge konnten vor Ort besichtigt werden. Viele kleinere "Ausstellungen" waren gut besucht. Ob es nun die Kartentische mit den Meßapparaten waren oder die Orientierungeräte der Flieger, alles war interessant. Filmvorführungen über die Besetzung Kretas wurden im Soldatenkino vorgeführt. Gezeigt wurden auch Flugvorführungen und der Einsatz einer schweren FlAK-Batterie.

 

 

Auszug Tagespost vom 20.05.1941

 

Zeitungsbericht Tagespost zum Download

 

 

 

 

 

 

Weihnachtsgeschenk eines Kompaniekommandanten [12]

 

Zur Kriegsweihnacht 1941 bekam jeder Angehörige der 4.Kp(Sch)/GKFS2 vom Kompaniechef Oberleutnant Georg v. Bayer ein kleines Buch überreicht. Dieses war eine kleine humoristische Soldatenfibel für Jedermann und von Jedermann.


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Belebung der heimischen Firmenlandschaft [12]

 

Die Besetzung Österreichs hatte natürlich auch Auswirkungen auf die heimischen Wirtschaftstreibenden. Ein Beispiel dafür ist ein durch die "Gmundner Keramik" gefertigter Aschenbecher aus dem Jahre 1941.

 

 

Gefertigt in Gmunden [3]

 

 

 

Aufruf zur Metallspende anlässlich des Führergeburtstages beim Messnerhaus 1941 [09]

 

 

 

 

 

Arbeiten in der Fliegerwerft [12]

 

Die Werftanlage war eine der ersten Anlagen welche einsatzfähig war. In ihr wurden die verschiedensten Instandsetzungsarbeiten an der Grundform, Motoren, Elektrik und am Laufwerk durchgeführt.

 

Instandsetzung einer Ju-52 [31]

 

 

 

 

 

 

Russische Kriegsgefangene am Fliegerhorst [1]

 

Im Spätsommer 1941 kamen russische Kriegsgefangene nach Hörsching, ausgemergelte Gestalten, die sich im Lager Hörsching bald erholten, während im Lager Frindorf viele starben. Sie wurden anfangs am östlichen Waldrand des Kirchmayrgutes begraben, später Friedhof St. Martin.

 

 

 

 

 

 

Alltagsbilder aus dem Leben am Fliegerhorst Hörsching [30]

 

Sehr interessante Bilder hat uns Kamerad Wolfgang Hainzl aus Linz zur Verfügung gestellt. Sie zeigen Alltagsarbeiten im Bereich des Fliegerhorstes Hörsching.

 

 

  

Vorbereitungsarbeiten vor dem Start

 

  

Befehlsausgabe und Fertigmachen zum Abflug

 

  

Abflug im Sommer und im Winter

 

Aufnahme nach erfolgreicher Rückkehr

 

 

Training Bombenabwurf und Exerzieren

 

 

 

Ausbildung der Bordmechaniker und Funker

 

 

 

 

 

 

Stationierungen 1941 in Hörsching und Raffelding (Zugehörigkeit nach Hörsching)

 

von bis Truppenteil Flughafen Anmerkung Flugzeugtypen

13.05.1938

31.12.1942

Bauleitung Hörsching

HÖRSCHING

   

01.09.1938

 

Flugplatzbetriebskompanie

HÖRSCHING

   

01.09.1938

 

Heimatwachzug

HÖRSCHING

   

01.09.1939

 

Luftnachrichtenstelle Hörsching

HÖRSCHING

   

01.01.1940

 

Landschützenkompanie 13/XVII

HÖRSCHING

   

01.01.1940

 

2.Kp/Luftwaffenbergebataillon 9

HÖRSCHING

   

15.01.1940

10.08.1942

I. /GKFS 2

RAFFELDING

Umbenennung in I. Gruppe/KBS2

Ar 79, Bf 109, Bü 131, Do 18, Do 23, Do 217, Fw 44, Fw 58, He 111, Ju 52, Ju 86, Ju 88, Ju W34, Potez 63

15.01.1940

10.08.1942

Stb/GKFS 2

HÖRSCHING

Umbenennung in Stab/KBS2

Ar 79, Bf 109, Bü 131, Do 18, Do 23, Do 217, Fw 44, Fw 58, He 111, Ju 52, Ju 86, Ju 88, Ju W34

15.01.1940

10.08.1942

II. /GKFS 2

HÖRSCHING

Umbenennung in II. Gruppe/KBS2

Ar 79, Bf 109, Bü 131, Do 18, Do 23, Do 217, Fw 44, Fw 58, He 111, Ju 52, Ju 86, Ju 88, Ju W34

22.02.1940

30.09.1941

FAR72/Schule

RAFFELDING

Verlegung nach Markersdorf bei St. Pölten

Klemm L 20, Albatros L 101, Bü 131, Bü 133, Bü 181, Fw 44, He 72, Kl L 25, Kl L 26, Kl 32, Kl 35

01.09.1940

 

FlH.Kdtr. (A)/8/XVII

HÖRSCHING

   

01.01.1941

 

Gefangenlager Verwaltung

HÖRSCHING

   

14.05.1941

04.06.1941

Stab/KG 51

HÖRSCHING

 

Me 410

01.10.1941

14.10.1943

FFS A/B 72

RAFFELDING

Außenstelle von Markersdorf

Ar 65, Ar 66, Ar 68, Ar 76, Ar 96, Fi 156, Fw 56, Go 145, He 42, He 60, He 114, Fw 58, He 70, Ju F 13, Ju W 33, Ju W 34, Si 204

23.11.1941

 

KG z.b.V. 300

HÖRSCHING

Aufstellung in HÖRSCHING

Ju-52

 

 

Quelle: Lexikon der Wehrmacht, asisbiz.com, geheimprojekte.at