Administration
 
1939

Eine neue Fliegerhorstkommandantur [29, 42]

 

Zu Beginn des Jahres 1939 wurde eine Fl.H.Kdtr.A eingerichtet und dem Kdo./Flughafenbereich Wels unterstand. Dem gleichen Kommando unterstand auch die Fl.H.Kdtr. E 5 Linz für den Flugplatz Linz-Katzenau (an der Donau zwischen Stadt- und Ölhafen gelegen [29]. 


Die Befehlsverhältnisse im Fliegerhorstbereich wurden ab 1. Juli 1939 ebenfalls neu geregelt. Bis dahin war der Kommandeur des auf dem Platz liegenden Verbandes (Schule) gleichzeitig auch Fliegerhorst-Kdt., dem ein Offizier z.b.V. zur Seite stand. Ab 1. Juli 1939 nahm ein Stabsoffizier bei der Fliegerhorstkommandantur die Befugnisse des Kommandanten wahr, dem die Fliegerhorstkompanie unterstand. Die Flughafenbetriebskompanie blieb den fliegenden Verband unterstellt [42].

 

 

 

 

Gedenktafelenthüllung - Treffen mit Adolf Hitler [05]

 

Neubau-Hörsching, 14.03.1939 – Fast auf den Tag genau (12.03.1938) wurde in der Ortsdurchfahrt Neubau bei Linz, eine Gedenktafel an die geschichtliche Begrüßung Adolf Hitlers - „zur ewigen Erinnerung“ – angebracht. Diese wurde in einer Nische der aus dem Bau des Gasthofs Fellner, heute Mandorfer, vorspringenden Balkon-Stützmauer angebracht. Die Gedenktafel war aus blass rotem Marmor gefertigt.

 

 

 

Nachgezeichnete Tafel

 

 

Am Jahrestag des Empfanges, fast genau zur gleichen Stunde, wurde dieses „Erinnerungsmal“ enthüllt. Der ganze Ort prangerte in einem Fahnenschmuck, die Bevölkerung von Neubau und Umgebung, starke Abteilungen von SS, SA, HJ, BdM mit Fahnen und Standarten nahmen entlang der Straße Aufstellung. 570 Soldaten nahmen an dieser Veranstaltung teil.

 

 

 

 

Als Reichsstatthalter Dr. Arthur Seyß-Inquart begleitet durch Gauleiter August Eigruber und dem stv. Gauleiter Hans Eisenkolb, meldete Kreisleiter Linz-Land Walter Gasthuber die angetretenen Formationen. Es folgte eine Festrede des Reichsstatthalters. Nach der Enthüllung gelobten die Anwesenden ihren Führer Adolf Hitler unwandelbare Treue. Hymnen der Nation beendeten die Gedenkstunde. Die Formationen und Gäste begaben sich anschließend nach Linz, wo weitere Festlichkeiten abgehalten wurden. Die Gedenktafel wurde nach dem 2. Weltkrieg abgenommen. Über ihren Verbleib ist nicht bekannt.

 

 

 

 

Bauarbeiten schreiten voran [3]

 

Die Bauarbeiten welche 1938 aufgenommen wurden, schreiten weiter voran. Arbeiter von den verschiedensten privaten Firmen, Soldaten des Reichsarbeitsdienstes, Mitarbeiter der Deutschen Arbeitsfront, aber auch bereits Zwangsarbeiter werden für den Bau eingesetzt.

 

 

 

Arbeiter und Luftwaffensoldaten beim Apell im Arbeitslager bei Baracke 5 [09]

 

 

 

 

Luftwaffe bei der Führerparade über Linz [5]

 

Hörsching-Linz, 20.04.1939 - Anlässlich des Geburtstages des Reichkanzlers Adolf Hiter wurde in Linz eine "Eindrucksvolle Parade auf dem Hessenplatz" abgehalten. Die Parade begann punkt 12 Uhr mit dem Einzug des Musikkorps des IR 133, gefolgt von der Bataillonsfahne des I/IR 133. Hoch zu Roß folgte der Regimentsstab. Es folgte verschiedenste Truppenteile. Eine Abordnung der Hörschinger Kampffliegerschule unterstützte die Parade durch einen Überflug. Die Parade dauerte eine Stunden.

 

 

 

Ausschnitt Tagesport vom 21.04.1939

 

 

 

Entstehung der Kampffliegerschule Hörsching [2]

 

Am 05.09.1939 erfolgte die Verlegung des Stabes der ehemaligen Kampffliegerschule Fassberg (Niedersachsen - Deutschland) nach Hörsching. Die neue Dienststelle erhielt den Namen "Kampffliegerschule Hörsching".

 

 

 

Wappen und Kommandant der KFS 2

 

 

Hauptaufgabe der Schule war die Ausbildung von Piloten, Beobachtern, Funkern und Bordschützen. Als Hauptausbildungsmaschinen waren anfänglich Do-11, Do-13, Ju-52 und Junker W 34 im Einsatz.

 

 

Bombenflugzeug Dornier 11 der KFS 2

 

 

Die Kampffliegerschule Hörsching bestand aus folgenden Oranisationselementen:

 

  • Stab - SchulKdt: Oberst Anton Heidenreich

  • I. Gruppe - Kdt: Major Hellmuth Petzold

  • II. Gruppe - Kdt: Oberstleutnant Hans Fleischhauer

 

 

Einweisung der Bordmannschaft vor dem Übungsflug

 

 

 

 

Grabfund am Fliegerhorstgelände [12]

 

Im Spätherbst wurden auf dem Gelände der Luftwaffe in Hörsching Reihengräber aufgedeckt, die vorwiegend beigabenlos waren. Nur ein Kriegergrab war mit Spatha, Skramasax, Messer, Lanzenspitze, eisernen Riemenzungen und Feuerzeug  (Stahl und Stein), ausgestattet. Es handelte sich um ein  frühbayerisches Grab des 7. Jahrhunderts (Verein für Landeskunde und Heimatpflege im Gau Oberdonau, Jahrbuch 1939, Band 88).

 

 

 

 

 

Der Fliegerhorst Hörsching wird zum Einsatzflughafen [3, 12]

 

Ursprünglich war der Fliegerhorst für eine Kampffliegerschule konzipiert und errichtet worden, doch der Ausbruch des  2.Weltkrieges brachte es mit sich,  dass Hörsching auch zum Einsatz-Flughafen wurde. Dies wiederum brachte Umstellungen in der Bodenorganisation, welche ab diesen Zeitkunft auf Luftkampf umgestellt wurden. Elemente welche nicht unmittelbar zum Lufteinsatz benötigt wurden, wurden ausgelassen und das Personal in einsatzwichtige Organisationen überführt.

 

 

Auswirkungen in der Bodenorganisation zufolge Einsatzflughafen

 

 

 

 

 

 

Stationierungen 1939 in Hörsching und Raffelding (Zugehörigkeit nach Hörsching)

 

 

von bis Truppenteil Flughafen Anmerkung Flugzeugtypen

13.05.1938

31.12.1942

Bauleitung Hörsching

HÖRSCHING

   

01.07.1938

31.12.1940

DAF Lagerverwaltung

HÖRSCHING

Lager für Bauarbeiter der DAF und Betriebe

 

01.09.1938

 

Flugplatzbetriebskompanie

HÖRSCHING

   

01.09.1938

 

Heimatwachzug

HÖRSCHING

   

01.09.1939

30.08.1940

FlH.Kdtr. (A)/Kdo.FlH.Bereich Wels

HÖRSCHING

Bereichsänderung auf 8/XVII

 

01.09.1939

 

Luftnachrichtenstelle Hörsching

HÖRSCHING

   

04.09.1939

15.01.1940

Stab/GKFS Hörsching

HÖRSCHING

Umbenennung in Stab/GKFS2

Ar 79, Bf 109, Bü 131, Do 18, Do 23, Do 217, Fw 44, Fw 58, He 111, Ju 52, Ju 86, Ju 88, Ju W34

04.09.1939

15.01.1940

I. Gruppe/GKFS Hörsching

HÖRSCHING

Umbenennung in I. Gruppe/GKFS2

Ar 79, Bf 109, Bü 131, Do 18, Do 23, Do 217, Fw 44, Fw 58, He 111, Ju 52, Ju 86, Ju 88, Ju W34

04.09.1939

15.01.1940

II. Gruppe/GKFS Hörsching

HÖRSCHING

Umbenennung in II. Gruppe/GKFS2

Ar 79, Bf 109, Bü 131, Do 18, Do 23, Do 217, Fw 44, Fw 58, He 111, Ju 52, Ju 86, Ju 88, Ju W34

 

 

Quelle: Lexikon der Wehrmacht, asisbiz.com, geheimprojekte.at